In kürzester Zeit Deutsch gelernt
WALDNEUKIRCHEN. Auch wenn es um das Flüchtlingsthema langsam etwas ruhiger wird, sind die beiden Häuser der Diakonie in Waldneukirchen immer noch gut belegt.

Das „Männerhaus“ ist fast vollständig ausgelastet, außerdem wohnen derzeit drei Flüchtlingsfamilien in Waldneukirchen. Nach mittlerweile über zwei Jahren ist die Zahl der Ehrenamtlichen schon etwas geschrumpft, aber ein kleines Team ist noch motiviert und bemüht, seine Gäste in vielen Angelegenheiten zu unterstützen, vor allem auch bei der Integration ins Dorfleben. Mit verschiedensten Unternehmungen wird versucht, etwas Abwechslung in den Alltag der Bewohner zu bringen.
Vorbildliche Integration
Eine armenische Familie, die erst seit Mitte Dezember in Waldneukirchen lebt, bemüht sich besonders um Anschluss und das Lernen der deutschen Sprache. So hat das Ehepaar Andrey und Anna Ghulyan, das zwei entzückende Töchter im Alter von zwei und acht Jahren hat, in kürzester Zeit den amtlichen A1-Deutschkurs mit 99 bzw. 100 von 100 möglichen Punkten absolviert. Im August erwartet die Familie ihr drittes Kind. Die Hilfsbereitschaft von Andrey Ghulyan heben die Flüchtlingshelfer besonders hervor. Der studierte Bauarchitekt hat schon beim Aufforsten des Pfarrwaldes geholfen und es ist keine Seltenheit, dass man ihn beim Rasenmähen oder sonstigen gemeinnützigen Arbeiten mit Bauhof-Arbeiter Josef Haider sieht.
Sichere Existenz
Der größte Wunsch des 49-Jährigen ist es, sich und seiner Familie eine sichere Existenz aufbauen zu können. Tochter Karina, die an Diabetes leidet, besucht die örtliche Volksschule und gilt als gute Schülerin. Vor kurzem feierte sie mit ihren Freunden Erstkommunion. Man sieht die Familie oft in der Öffentlichkeit, ein Zeichen dafür, dass sie sich möglichst schnell integrieren möchte.


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