Paar aus Weistrach berichtet über seine Hochzeit während der Corona-Krise

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Michaela Aichinger Michaela Aichinger, Tips Redaktion, 05.06.2020 08:04 Uhr

WEISTRACH. Ein Hochzeitsfest mit 200 Gästen im Wonnemonat Mai – Carina und Thomas Blümel haben lange auf den großen Tag hingeplant. Doch dann kam Corona und mit der Pandemie eine Reihe von Beschränkungen, die das Paar vor große Herausforderungen stellte.

„Wir hatten ursprünglich geplant, am 16. Mai standesamtlich und auch kirchlich zu heiraten. Die kirchliche Trauung konnten wir auf den 17. Oktober verschieben, die standesamtliche hat stattgefunden, da einige Dinge wie diverse Geschenke mit Gravur und natürlich auch die gravierten Eheringe auf dieses Datum ausgelegt waren“, erklärt Carina Blümel (35).

„Wäre mehr als genug Platz gewesen“

Von Anfang an sei eine standesamtliche Außentrauung mit etwa 30 Gästen auf einem 400 Quadratmeter großen Innenhof eines Vierkanters geplant gewesen. „ Es wäre also mehr als genug Platz gewesen, um den erforderlichen Sicherheitsabstand für 30 Personen zu gewährleisten. Aber seitens der Behörden waren zu diesem Zeitpunkt nur zehn Personen erlaubt“, so Blümel, die weiter meint: „Wer erlaubt sich zu bestimmen, welche und wie viele Personen zu unserer Familie gehören oder zu unserem engsten Kreis zählen? Es ist offensichtlich kein Problem, dass sich mehr als 100 Menschen vor dem Ikea-Eingang postieren, die sich noch nicht einmal kennen! Selbst in einem kleinen Supermarkt sind mehr Menschen anwesend, als es bei unserer Hochzeit auf über 400 Quadratmetern hätten sein dürfen – wo ist denn da bitte die Logik? Der Lockdown war sicher sinnvoll, aber Coronavirus hin oder her: eine Hochzeit ist nun einmal keine Geburtstagsfeier, die man einfach so verschiebt.“

Brief an Bundeskanzler Sebastian Kurz

Blümel entschloss sich, ihren Unmut auch in einem Brief an Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) kundzutun. Als Antwort habe sie einen „Standardtext ohne ausreichende Argumentation“ erhalten. Geheiratet wurde jedenfalls Mitte Mai im Freien – daher ohne Mundschutz. Insgesamt nahmen zehn Personen an der Zeremonie teil.

„Nichtsdestotrotz ein wunderschöner Tag“

„Rückblickend finden wir es wirklich sehr schade, dass wir nicht unsere ganze Familie und alle unsere Freunde einladen konnten. Eine Hochzeit ist ja sehr planungsintensiv und auch finanziell ein großer Brocken. Nichtsdestotrotz war es ein wunderschöner Tag. Wir freuen uns aber definitiv auch schon auf Oktober, wo wir dann mit allen feiern können“, betont Blümel.

Anmerkung der Redaktion

Seit 29. Mai sind per Gesetz Hochzeiten und Begräbnisse mit einer maximalen Anzahl von 100 Personen sowohl im Innen- als auch Außenbereich möglich.

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