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WEITERSFELDEN. Nur kurz nach dem Riss eines Kälbchens auf einer nahen Weide dürfte erneut ein Wolf zugeschlagen haben: Schafhalter Reinhard Engel aus Wienau entdeckte Samstag Früh das Massaker in seiner Schafherde. Er verlor insgesamt fünf Tiere.

  1 / 2   So zugerichtet fand Reinhard Engel aus Wienau (Gemeinde Weitersfelden) am Samstag Früh eines seiner Schafe. Zwei weitere Mutterschafe mussten notgeschlachtet werden, zwei Lämmer fehlen. Fotos: privat

„Es war ein furchtbarer Anblick, zwei Schafe waren schwer verletzt, eines tot, der Bauch aufgerissen, zwei Lamperl waren überhaupt weg“, sagt Schafhalter Reinhard Engel genauso traumatisiert wie die restliche Schafherde. Die beiden verletzten Tiere mussten notgeschlachtet werden.

Herde unter Schock

Die überlebenden Tiere, die sichtlich unter Schock stehen und nicht mehr recht fressen wollen, lässt er seitdem nicht mehr auf die Weide. Ob sich an Engels Schafen tatsächlich ein Wolf gütlich getan hat, muss erst die DNA-Probe beweisen, ebenso wie bei dem gerissenen Kälbchen. Um die finanzielle Entschädigung geht es Reinhard Engel aber ohnehin nicht. „Meine Schafe sind zutraulich, jedes hat einen Namen, auf das Geld pfeife ich. Und was habe ich davon, wenn ich neue Schafe kriege? Was sollen wir denn noch alles einzäunen? Die Hühner wegen dem Habicht, die Fischteiche wegen dem Fischotter, dann kommt noch der Biber und jetzt der Wolf.“

„Wolf tut eh nichts“

Engel geht es auch um die Sicherheit der Menschen. „Wie lange wird noch zugeschaut? Es heißt immer, den Leuten tut der Wolf eh nichts, aber man setzt die Bewohner bei uns einer bewussten Gefahr aus.“

Massiver Druck auf Bauern

Die Wildschadensberatung der Landwirtschaftskammer (LWK) geht davon aus, dass die DNA-Untersuchung mit hoher Wahrscheinlichkeit den Wolfsriss bestätigen wird. LWK-Präsident Franz Reisecker sieht im nordöstlichen Bezirk Freistadt die Bauern unter massiven Druck durch Wölfe. Sichtungen gehören schon zum Alltag. Reisecker fordert ein Bestandsmanagement, um Weidehaltung zu ermöglichen. „Wenn unsere Bauern die Weidehaltung aufgeben müssen, bedeutet das Rückschritt, Verlust von Biodiversität in der Kulturlandschaft und eine Abnahme der Lebensqualität im ländlichen Raum.“


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Subhash
Subhash
11.07.2018 09:44

Kirche im Dorf lassen

Vielleicht könte man die Kirche im Dorf lassen. Genaue Zahlen zu finden ist schwer, aber es ist offen sichtlich, dass wesentlich mehr Menschen durch Jäger als durch Wölfe zu Schaden kommen. (Und noch viel mehr durch den Autoverkehr.) Also wenn es schon nötig erscheint, dann nach oben treten, nicht nach unten!

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02.02.2019 08:11

Wieso kommen Menschen durch Jäger zu Schaden? Einen solchen Unsinn habe ich noch nie gehört . Hier spricht der Uninformierte !!

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