Schmidinger wirft einen Blick auf Don Quijote abseits der Windmühlen
WELS. Beim Gedankenspiel mit Don Qijote fällt einem sofort der Kampf gegen Windmühlen ein. Das ist nur ein kleiner Aspekt des Werkes von Cervantes. Helmut Schmidinger hat sich einen anderen Teil vorgenommen und ein Cellokonzert komponiert.

Die Welt-Uraufführung gibt es am 22. Februar in Reutlingen. Am 25. Februar ist Wels-Premiere im Rahmen der Abonnementkonzerte im Stadttheater. „hoc scripserunt“ nennt sich das Cellokonzert, das Schmidinger extra für den jungen aufstrebenden Stern am internationalen Cellohimmel, Kian Soltani, geschrieben hat. Er gab vergangenen Sommer an der Seite von Daniel Barenboim sein fulminantes Debüt bei den Salzburger Festspielen.
Zum Werk: „Im 16. und 17. Jahrhundert war es üblich dem Werk eine Reihe von Lobgedichten aus fremder Feder voranzustellen. Cervantes fand wohl keinen Dichter für diese Aufgabe und verfasste diese Lobgedichte in Sonettform einfach selbst und legte sie bekannten Ritterfiguren aus der damaligen Zeit in den Mund“, erklärt Schmidinger. Schmidinger nimmt sich dieser Lobgedichte an und lässt auch Komponisten zu Wort kommen, die sich musikalisch mit dem Werk Don Quijote auseinandersetzen. Auch sie setzten die seltsamen und wunderbaren Abenteuer des Ritters von der traurigen Gestalt in Musik um und erwiesen damit ihrem Schöpfer die Referenz - daher der Titel „hoc scripserunt“, das heißt, sie haben dies geschrieben.
Mendelssohn und Strauss
Zur Einstimmung spielt die Württembergische Philharmonie die Mendelssohn Bartholdys Don-Quijote-Ouvertüre und nach der Pause wird Richard Strauss mit seinen „Fantastischen Variationen über ein Thema ritterlichen Charakters“ gegeben.


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