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WELS. Entweder man liebt ihn oder nicht: Es geht um den Alten Schlachthof. Die Prota-gonisten legten eine Bilanz vor und gaben auch Ausblick auf die nähere und die weiter ent­fernte Zukunft. Die Zusam­menfassung: Es geht um Dy­namik, ohne das Bewährte zu vernachlässigen.

Ein langjähriger Wegbegleiter des Alten Schlachthofes. Ende April gas­tiert Josef Hader wieder in Wels. Foto: Udo Leitner

Stefan Haslinger vom Betriebs­verein Alter Schlachthof will nicht verhehlen, dass man sich in der Vergangenheit zuviel auf Be­währtes in den Strukturen oder der Politik verlassen hat: „Aber wir wissen nicht, wovor wir uns fürchten müssen. Im Gegenteil. Wir freuen uns auf die neue He­rausforderung, die auch eine Dy­namik mit sich bringt.“ Den Weg, Veranstaltungen mit Mehrwert weiterzuführen, will man beibe­halten. Das heißt jungen Bands eine Bühne zu geben, ebenso wie arrivierten Künstlern. Beispiels­weise Josef Hader, der Ende April wieder in den Alten Schlachthof kommt. „Ich glaube, Josef Hader war schon in den 1980ern bei uns auf der Bühne“, sagt Wolfgang Wasserbauer. Das Programm bleibt Querbeet. James Blood Ulmer, Willi Resetarits und der Stubnblues, Ernst Molden und so weiter. Dazu kommt im Herbst die 30. Auflage des Music Un­limited und im September ein Open Air mit viel Lokalkolorit. Nebenbei bleibt die erfolgreiche Kinderreihe „Bunte Brise“ beste­hen und Jugendprojekte werden ebanfalls weiter gepusht. Viele Bands haben ihre Proberäume im Schlachthof, wie Vereine und so weiter. „Wir hatten im vergan­genen Jahr rund 40.000 Besucher aller Altersschichten. Wir haben Rock, Kindertheater, Blues, Jazz, Literatur oder Workshops.“

Förderung

Die Kritik, dass im Schlachthof Geld verbraten wird, lassen die Macher nicht gelten. „Das Geld, das wir von der Stadt bekom­men, deckt hauptsächlich Miet- und Personalkosten. Letztes Jahr gab es neben der normalen Pro­grammförderung von 6500 Euro, noch eine Förderung wegen des Jubiläums 30 Jahre Schlachthof und für das Bluesfest. Das war alles zusammen ein knapp fünf­stelliger Betrag“, sagt Haslinger.

Auch die Kooperation mit Ju­gendprojekten wird vorangetrie­ben. Es ist den Betreibern wichtig, dass Jugendliche auch dort einen Platz haben ohne Konsumzwang. „Diese niederschwelligen Ange­bote sind sehr wichtig“, ist Has-linger überzeugt. Auch hier sieht er viel Potenzial. Der Schlachthof sei eben ein Treffpunkt für viele und nicht wenige Bestimmte, wie so mancher meint.

Projekte wie der Welser Stadt­musikant sollen ebenfalls fort­geführt werden sowie die Ko­operation mit anderen Vereinen. Kultur- und Veranstaltungsarbeit gehen weiter Hand in Hand im Schlachthof.<


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