Festival der Regionen: Eingeladen sich darauf einzulassen
MARCHTTRENK. Wer oder was sind „Ungebetene Gäste“. Es geht nicht nur um das Thema Migration und Flucht, sondern ungebeten ist vieles. Wenn jemand ungefragt fremden Raum betritt und noch viel mehr. Das Festival der Regionen setzt sich in 32 Kunst und Kulturprojekten mit dem Thema von 30. Juni bis 9. Juli damit auseinander.

Der künstlerische Leiter, Gottfried Hattinger, sieht die Stadt beziehungsweise die Geschichte geradezu prädestiniert für dieses hochbrisante gesellschaftliche Thema: „Zahlreiche Projekte setzten auf Teilnahme und beziehen die Menschen vor Ort unmittelbar ein“. Astrid Benzer präsentiert im Alten Kino historische Fotos aus der Stadt. Diese sind stark vergrößert und bearbeitet. Der Wasserturm wird zum Leuchtsignal und gerade dieses Wahrzeichen zeigt, warum Marchtrenk gerade für das Thema „Ungebetene Gäste“ geeignet ist. Im Wasserturm wird eine Audioinstallation zu hören. „Angezählt“ von Katarina Matiasek ist eine Installation von acht archivierten Sprachaufnahmen italienischer Kriegsgefangenen aus dem Jahre 1918. Diese kehren quasi an den Ort der Aufzeichnung zurück.
Zeitgenössische Kunst
Das Festival will mit vielen Aktionen zum Nachdenken anregen, Geschichten in neue Zusammenhänge bringen. Der Performer, Tänzer, Choreograf und Musiker Simon Mayer bringt Volkstanz und Voksmusik in komisch abstrusen Variationen.
Weiters gibt es die Möglichkeit unliebsame Geschenke abzugeben. So entsteht während des Festivals das Kuriositäten-Kabinett der ausgemusterten Objekte. Das inhaltliche Thema des 13. Festivals der Regionen trifft einen Nerv der Marchtrenker Stadtgeschichte. Wir freuen uns, Gastgeber zu sein und einen kreativen wie impulsgebenden Prozess begleiten und miterleben zu können. Die Chance dadurch neue Sichtweisen auf unsere Stadt, auf unsere Geschichte und Gesellschaft zu gewinnen, hat etwas Dynamisches und macht in jedem Falle neugierig“, so Paul Mahr, Bürgermeister von Marchtrenk.
Festivalzentrum
Am Platz zwischen Alter und Neuer Kirche laufen für die Festival-Zeit alle Fäden zusammen. Es wird performt, gekocht, gefilmt, diskutiert und noch vieles mehr. Digital läuft alles unter www.fdr.at zusammen.


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