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WELS. Wieder kein Festival mit Live-Publikum, Workshops, Konzerten und einer großen Abschluss-Gala, aber dafür einmal mehr mit großartigen Arbeiten junger Filmemacher: Das 23. Internationale Jugend Medien Festival Youki geht einmal mehr nur online über die Bühne.

Ein Filmteam aus dem MKH ist mit „Marabu“ im Wettbewerb vertreten. (Foto: MKH)
Ein Filmteam aus dem MKH ist mit „Marabu“ im Wettbewerb vertreten. (Foto: MKH)

Am Dienstag, 16. November, 19 Uhr hätte die 23. Auflage der Youki feierlich vor Publikum im Stiegenaufgang des Medien Kultur Hauses eröffnet werden sollen. Die Pandemie und die Vorgaben der Politik machen dies aber leider unmöglich. Sehr zum Bedauern, aber auch zum Ärger der Verantwortlichen, die in einer Aussendung sagen: „Aufgrund der aktuellen Lage in Oberösterreich sehen wir uns gezwungen, das International Youth Media Festival Youki ausschließlich online abzuhalten. Wir sind in einer Situation, in der uns die politischen Entscheidungsträger mit unklaren Formulierungen, spontanen Pressekonferenzen ohne Ergebnis und nicht vorhandenem Krisenmanagement zurücklassen. Ob wir ab 16. November unser Festival vor Ort abhalten dürften, ist weiterhin unklar. Entscheidungen von Verantwortungsträger, auf die wir angewiesen wären, werden nicht oder zu spät getroffen. Landeshauptmann Thomas Stelzer spricht von Ausnahmen für den “professionellen Kulturbereich”. Was das bedeutet, weiß niemand“, heißt es in dem Mail.  „Für uns bedeutet “professionell” Verantwortung für die Gesundheit unsere Gäste zu tragen, Klarheit zu schaffen und den physischen Teil des Festivals abzusagen bzw. zu verschieben,” so Festivalleitung Anna Rieder. “Wir können der zögerlichen Politik nicht mehr länger zusehen. Es braucht sachliche Entscheidungen zum richtigen Zeitpunkt. Wir wählen jetzt selbst einen klaren Weg,” ergänzt Philipp Feichtinger.

Start am Dienstag

In weiser Voraussicht, hat das Youki-Team aber schon für eine Online-Ausgabe vorgesorgt.

Ab Dienstag, 16. November, 9 Uhr bis Samstag, 20. November kann man online die 63 Filme aus dem internationalen Wettbewerb sowie unter dem Titel „The Team killed my Darlings“, Lieblingsfilme der Teammitglieder und unter dem Titel „Lost & Found“ einen Querschnitt durch´s Programm sehen.

Über 2.000 Einreichungen aus 23 Ländern mussten heuer von einem elfköpfigen Sichtungsteam vorselektiert werden. Sieben Filme aus Österreich haben es in den Wettbewerb geschafft, darunter der Beitrag „Marabu“ aus dem MedienKulturHaus. Ein Trend zeigt sich schon seit ein paar Jahren: Die Filme, auch der sehr jungen Künstler, werden immer kritischer, die Themen sind oft das Klima, die eigene Identität auch Sexualität und natürlich Corona.


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