Uraufführung einer Zukunftsvision
WELS. Mit der Eigenproduktion „Lost Olivia“ findet der kulturelle Rahmenprogramm-Reigen zum Jubiläumsjahr „800 Jahre Wels“ am Freitag, 4. und Samstag, 5. November, jeweils 19.30 Uhr im Stadttheater seinen Abschluss.

Komponist Helmut Schmidinger wurde im Herbst 2020 mit einem musikalisch-theatralen Werk beauftragt, das in die Zukunft weist. Gemeinsam mit Theaterpädagogin Gabriele-Kirsten Lutz wurden die Ideen zum Stück mit einem extra dafür zusammengestellten Regieteam entwickelt. Ein Casting für alle Welser im Februar 2022 – mit Texten aus der Zukunft für die Zukunft – brachte die Sache so richtig ins Rollen. Parallel ließen sich drei Musiker mutig darauf ein, zu einem im Entstehen befindlichen Theatertext eine Musik zu komponieren.
Wortspiel Ovilava
„Lost Olivia“ – so der endgültige Titel – ist nicht nur ein Wortspiel mit der lateinischen Bezeichnung Ovilava für das Wels des Römerzeitalters, sondern vielmehr auch die Betrachtung des Themas Zukunft auf einer Metaebene. „Olivia“ steht für Hoffnung, Leben und Weisheit (der Olivenbaum oder -zweig ist ein uraltes Symbol dafür). „Agape“ ist seit Jahrtausenden ihre Verbündete und steht für bedingungslose, zweckfreie Liebe, Nächstenliebe oder auch göttliche Liebe. Trennt man diese beiden und überlässt anderen Bestrebungen wie Profitgier, Machtversessenheit, Egoismus und Wachstumsstreben das Feld, ist die beste aller Welten dem Untergang geweiht…
Das Publikum macht mit
Insgesamt wirken 23 schauspielbegeisterte Kinder, Jugendliche und Erwachsene an „Lost Olivia“ mit. Die akustische Begleitung übernehmen die vier Musiker, die das Stück mitkomponiert haben. Seinen besonderen Reiz erhält „Lost Olivia“ auch dadurch, dass das Mitmachen des Publikums gefragt ist und den Ausgang beeinflussen kann – allerdings nur scheinbar...


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