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WELS. Ergebnisoffen nennt Kulturreferent Johann Reindl-Schwaighofer (SP) die Überle­gungen hinsichtlich einer fah­renden Bibliothek. Offen und vielfältig ist die Welser Kul­turarbeit aber generell, wie der Stadtrat meint.

Die Welser Projektgruppe besichtigte das Münchner Bücherbus-System.
Die Welser Projektgruppe besichtigte das Münchner Bücherbus-System.

Die Diskussion rund um den Bü­cherbus war vor der Wahl unge­wöhnlich emotional. Um die Zu­kunft einer fahrenden Bibliothek (O-Ton Reindl-Schwaighofer) zu sichern, wird nicht nur verhan­delt, sondern werden auch Exper­ten zu Rate gezogen und vor Ort Projekte angesehen. Beispiels­weise in München, die vier Busse für Volksschulkinder im Einsatz haben und einen für Erwachsene. „Ende Mai geht es nach Graz zu einem Projekt mit stark sozial-integrativem Charakter. Das Kulturamt bietet neben einem Bücherbus und einer Hauptbib­liothek auch den Service „Besuch & Buch“ an“, sagt der Kulturrefe­rent. Für ihn ist es wichtig, dass die Versorgung der Stadtteile und der Schulen gewährleistet ist. „Laut der Einschätzung von Di­rektoren und Lehrern könnte das Bücherbus-Modell trotz baldi­gem Vollausbau der Schulbibliotheken auch in Zukunft eine wichtige Rolle spielen, wie mir bei vielen Gesprächsterminen in Welser Pflichtschulen mitgeteilt wurde. Wenn sich der Gemein­derat für dieses System entschei­det, sollte als Zusatzangebot ein E-Reader-Verleih überlegt wer­den. Es gibt auch die Möglich­keit Räume beispielsweise in Seniorenheimen zu nützen. Man muss sich alles genau ansehen und Schnittstellen überlegen.“ Das ist die klassische Ergebnis­offenheit. Im Herbst soll es laut Reindl-Schwaighofer zu einer Entscheidung kommen.

Vieles zu sehen

Bis dahin wird es im Kulturan­gebot nicht langweilig. Anfang Juni starten die beliebten Burg­gartenkonzerte: „In der letzten Saison waren 8200 Besucher bei den Veranstaltungen.“ Am 20. Mai beginnt eine viertägige Aus­stellung des Ateliers Wels rund um Josef Nemeth. 520 – bisher der Öffentlichkeit nicht zugäng­liche – Kunstwerke aus dem Ar­chiv JoNémeths liegen im Saal des Stadttheaters Wels zur Be­sichtigung auf und werden von Kurator Gerhard Dirmoser auf innovative Art und Weise präsen­tiert. Das Jugendtheaterensemble „A la Carte“ der evangelischen Pfarrgemeinde spielt ein Stück gemeinsam mit jungen Flücht­lingen aus dem Nahen und Fer­nen Osten. Es wird orientalische und europäische Märchen geben. Dazu kommen noch der Welser Arkadenhof Kultursommer und viele weitere Konzerte, Vernissa­gen. „Es ist in Wels kulturell sehr viel los. Man muss das Angebot, das sehr breit ist, auch nutzen“, ist der Kulturreferent überzeugt.

Weiters wird daran gearbeitet, für die Landesausstellung 2018 Carnuntum, für Wels ein eigenes Programm zu erstellen.


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