Bürgernah und effizient: Trotzdem unter Beobachtung
WELS. Bürgernaher und effizienter soll das Magistrat werden. Die Organisationsreform steht und damit soll genau dies erreicht werden. Abteilungen werden reduziert, Dienststellen zusammengelegt. Genauere Details sind im Infokasten zu finden.

Explizit festhalten möchte ich: „Durch die Reorganisation wird es zu keinen organisatorisch bedingten Kündigungen kommen“, sagt Bürgermeister Andreas Rabl (FP). Mit 1. Jänner 2017 wird diese Reform sukzessive umgesetzt. Die neuen Führungspositionen werden neu ausgeschrieben: Abteilungsleiter extern, Dienststellenleiter intern durch den Bürgermeister. Lediglich für die Leitung der Dienststellen Facility Management, Controlling sowie Zentraler Einkauf wird auch extern nach Fachkräften gesucht. „Wir haben versucht Synergien zu heben und zu bündeln. Wir haben das zusammengeführt, was zusammenpasst. Es ist dies eine Strukturreform, die auf den Bürger angepasst ist“, sagt der Bürgermeister. Zwei Ausgliederungen werden noch überlegt: Das Tierheim kann eventuell von einem Verein geführt werden. Offen ist noch, ob es die Dienststellen „Kulturservice“ und „Veranstaltungsservice und VHS“ geben wird, da diesbezüglich noch die Entscheidung hinsichtlich der Errichtung einer WEVA (Welser Veranstaltungs GmbH) offen ist. VP-Stadtrat Peter Lehner: „Die neue Abteilung Städtische Dienstleistungen mit den neuen Dienststellen Zentraler Einkauf und Facility Management sind Beispiele für Antworten auf spürbare Schwächen der vergangenen Jahre.“ Ende 2018 wird die Reform abgeschlossen. Zwei interne „Einsatzteams“ plus Arbeitsmediziner und Psychologe begleiten die Umsetzung. In den letzten beiden Tagen wurde die Belegschaft informiert.
„Ein paar Umstellungen machen Sinn. Andere verstehe ich weniger. Vor allem die Zusammenlegung Bildung und Kultur verstehe ich nicht“, meint SP-Stadtrat Johann Reindl-Schwaighofer. „Gerade dieser Zusammenschluss Kultur und Bildung verstehe ich nicht. Ebenso wie Schule als Name verschwindet und in den Bereich Jugend, Sport und Zukunft kommt. Es ist dies wohl ein Zeichen des Bürgermeisters. Tiefbau ist bei der Baudirektion und Hochbau beim Facility Management. Wir werden die Umsetzung sehr genau beobachen.“ Ebenso sieht es die Personalvertretung. „Der Teufel steckt wie immer im Detail. Wir werden auf jeden Fall mit allen reden und alles genau beobachten, was nun passiert“, sagt Kirchmayr. Das Einsparungspotenzial sieht die Koalition bei ungefähr 1 Million Euro.
Umstrukturieren im Welser Rathaus
ECKDATEN
Die derzeitige Magistratsstruktur:
• 8 Abteilungen
• 3 Stabstellen
• 40 Dienststellen
Nach Umsetzung der Reform:
• 7 Abteilungen (-1)
• 2 Stabstellen (-1)
• 26 Dienststellen (-14)
• Es werden in der Abteilung „Direktion“ die zwei Rechtsdienststellen „Verfassungsdienst“ und „Zivilrecht“ zur Dienststelle „Rechtsangelegenheiten“ zusammengefasst.
• In der Abteilung „Bezirksverwaltung“ sollen - um Synergien zu nutzen - die Bereiche „Bürgercenter“, „Standesamt und Staatsbürgerschaft“ und „Melde-, Pass- und Wählerservice“ zusammengelegt zur neuen Dienststelle „Bürgerangelegenheiten“.
• Das bereits beschlossene „Facility Management“ wird den „Städtischen Dienstleistungen“ organisatorisch zugeordnet.
• Die Bereiche „Soziale Hilfen“, „FGI“ und „Sozialpsychische Beratungsdienste“ werden zur neuen Dienststelle „Sozialservice“ zusammengefasst.
• Die Baudirektion wird abgespeckt und umfasst Tiefbau und Stadtplanung
• Hochbau wechselt in die Dienststelle „Gebäudemanagement“. Planen, Bauen und Warten in einer Hand nennt VP-Stadtrat Peter Lehner das Motto
• Alle Dienststellen-Leiter werden ihrer Aufgabe enthoben, die Positionen dann intern ausgeschrieben. Jede Führungskraft kann sich wieder bewerben. Interne Postenvergaben entscheidet der Bürgermeister alleine.


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