Kati statt Kraxi: Ein lachendes und ein weinendes Auge bleiben übrig
KRENGLBACH. Der Verein Mobilcard hat seit einigen Monaten um den Fortbestand des Projekts“Kraxi“ gekämpft. 500 Unterschriften waren zu wenig. Es gibt aber ab Jänner ein neues Konzept für den Anrufsammelbus unter dem Titel Kati.

Ganz so überraschend, wie so mancher es jetzt vorgibt, kommt das Aus nicht. In Wahrheit ging es immer um 25.000 Euro. Diese Förderung hätte die Gemeinde übernehmen müssen. Nun kam es hinter den Kulissen zu vielen Diskussionen. Rund um den Fraktionsobmann der Volkspartei Gerald Walter bildete sich in den letzten Monaten eine parteien-übergreifende Initiative mit dem Titel Kati - Krenglbachs ambitionierte Transportinitiative. „Nach dem überraschenden Aus von Kraxi war die Gemeinde unter Zugzwang. Erst am 17. Oktober informierte Mobilcard-Obmann Norbert Rainer darüber, dass Kraxi ab 2017 nicht mehr fahren soll. Der Grund lag in den Hürden, die die Gemeinde dem Verein in den Weg stellte, um zu einer Förderung zu kommen. Besagte Hürden stellen sich in einem einstimmig gefassten Gemeinderatsbeschluss dar, demzufolge der Verein dem Obmann des Prüfungsausschusses Einsicht in die Bücher gewähren sollte“, meint Walter in einer Presseaussendung.
Außerdem arbeitet Kati enger mit der Wirtschaft zusammen und es gibt eine unterschiedliche Tarifgestaltung für die verschiedenen Zielgruppen. Neben den Jahreskarten wird es Coupons geben.
Norbert Rainer vom Verein Mobilcard nimmt das Ergebnis zur Kenntnis. „Grundsätzlich muss man einmal sagen, dass es gut ist, dass es weiter einen Sammelbus gibt. Inwieweit die, laut Bund und Land erfolgreichen Kennzahlen hinsichtlich Wirkungsorientierung und Kosteneffizienz mit dem neuen Konzept weiterhin erreicht werden, sind wir gespannt. Wir glauben, dass es für die Bevölkerung und für die Gemeinde teurer wird“, meint Rainer. Was ihm sauer aufstößt, sind „einige Schikanen, die uns seit Juni 2016 immer wieder zwischen die Füße geworfen werden. Wir haben alles vorgelegt, offengelegt und in die Bücher schauen lassen. Aber eine Mehrheit wollte Kraxi einfach nicht“. Man werde die E-Mobilitätsprojekte aber weiter vorantreiben.


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