Eine "reine Farce" und "Ende der blauen Heuchelei“
WELS. Die Initiative gegen Faschismus sieht sich sich durch einen Brief des israelischen Staatspräsidenten in ihrer Haltung bestätigt. „Wenn eine Partei, die seit ihrer Gründung gegen Minderheiten hetzt, plötzlich so tut, als wäre sie antifaschistisch, ist das eine reine Farce. Doch mit dem Brief von Rivlin dürfte die blaue Heuchelei an ihr Ende gelangt sein“, stellt der Vorsitzende der Antifa, Werner Retzl, fest

Im November 2016 gab es zwei Kundgebungen im Gedenken an die Reichspogromnacht. Eine der Stadt mit zwei israelischen Altpoltikern und die der Welser Initiative gegen Faschismus mit Schauspieler Harald Krassnitzer. Der Präsident der jüdischen Gemeinden Österreichs, Oskar Deutsch und der Vizepräsident des Europäischen Jüdischen Kongresses, Ariel Muzicant, ersuchten nun nämlich Israels Staatspräsidenten Reuven Rivlin, zu Kontakten mit der FPÖ und vergleichbaren Parteien Stellung zu nehmen. Rivlin antwortete in einem Brief, der an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig lässt: Er lehne jeden Kontakt israelischer Repräsentanten ab. „Ich werde niemals die Unterstützung solcher Parteien oder Gruppen dulden“, betont der Staatspräsident, so Retzl.
Für die Welser Initiative gegen Faschismus ist der Brief eine Riesenblamage nicht nur für HC Strache, sondern auch für den Welser Bürgermeister Andreas Rabl, meint Retzl. „Auch der israelische Altpolitiker Rafi Eitan, der bei Rabls schütter besuchter „Pogromnacht-Kundgebung“ gesprochen hatte, soll inzwischen eingesehen haben, dass sein Auftritt für die FPÖ ein Fehler war“, so Retzl.


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