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WELS. Ein Lar war bei den Römern ein Schutzgeist für bestimmte Orte und Familien. Nachdem ja Wels eine reichhaltige römische Vergangenheit hat, stand ein solcher Beschützer am Kaiser Josef Platz. Ein Unbekannter hat ihn zerteilt und das besonders Perfide daran: Nicht einmal die Videoüberwachung kann für Aufklärung sorgen, was das genau passiert ist.

So sieht der Lar derzeit aus.
So sieht der Lar derzeit aus.

Fakt ist, dass der KJ-Lar zerstört ist. Im Zentralen Betriebsgebäude ist er eingelagert. Eine Reparatur ist möglich, wie Albert Neugebauer vom Verein Römerweg nach einer Begutachtung meint. Die Statue ist eines der Ergebnisse aus dem Bürgerbeteiligungsprozess „Agenda 21“. Dieser und auch der Lar selbst stießen nicht überall auf Begeisterung: Zu hässlich, bei Veranstaltungen nur im Weg, das Übliche Was soll das eigentlich. Eine wirklich Auseinandersetzung warum diese Figur dort stand und der Verweis auf die römische Geschichte der Stadt  wollten viele nicht haben. Eventuell hätte die rote Styropor Figur einen modern-traditionellen ledernen Farbtupfer benötigt und dann wäre alles gut gewesen. Aber seisdrum. Es kann und muss nicht allen alles gefallen.

Keine verwertbaren Aufzeichnungen

Nun blüht die Phantasie, wie es zu der Zerstörung kam. Die Gerüchteküche brodelt, wie der Kessel mit dem Zaubertrank der Gallier, die dann die Römer verdroschen. Von einem LKW, der zufällig an die Figur anfuhr, bis hin zu mutwilliger Aktion, damit das Trum endlich weg ist. Typisch Wels eben. Nichts genaues weiß man, aber mal alles unter Verdacht stellen. Fakt ist, dass es am Kaiser Josef Platz in dem Bereich eine Videoüberwachung gibt, aber diese in diesem Fall keine verwertbaren Hinweise liefern kann. Deswegen bittet die Polizei etwaige Beobachter des Zerstörungsaktes sich zu melden. Die Aufnahmen helfen nicht weiter.

Wer schützt jetzt?

Jetzt gibt es aber noch ein weiteres Problem. Ein Lar ist ja ein SchutzgeistEr gilt  als guter und wohlwollender Geist, der jedoch die Freundlichkeit verliert, wenn man ihn missachtet. Noch dazu wenn er zerstört wird, dann wird alles noch viel schlimmer. Es sieht nicht gut aus für Wels. Hoffentlich kann die Videoüberwachung in der Stadt das Schlimmste vereiteln oder zumindest beobachten.


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