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WELS. Der Verein Pro Wels West hat gemeinsam mit drei Kommunalpolitikern, die stellvertretend für Lokalbahnen in ihren Regionen stehen, die Forderung nach einer Modernisierung erneuert: „Es braucht eine Klarheit in der Entscheidung, wie es weitergeht, und nicht leere Absichtserklärungen.“

  1 / 2   Andreas Lindorfer (Bürgermeister Rohrbach-Berg), Sigrid Grubmair (Vizebürgermeisterin Pettenbach), Severin Mair (Bürgermeister Eferding) Fotos: Nowak

Der Verein Pro Wels West setzt sich seit vielen Jahren für Infrastrukturprojekte ein. Obmann Walter Höllhuber: „Eine Entlastung in Oberösterreich kann es nur geben, wenn Straße und Schiene gemeinsam gesehen werden. Mit der Schiene alleine geht es nicht und mit der Straße auch nicht. Es braucht die Kombination.“ Deswegen sind auch die Nebenbahnen aus seiner Sicht ein wichtiger Faktor: „Wir brauchen eben die Klarheit über die Zukunft. Es braucht jetzt die Entscheidung und die klare Ansage, was Sache ist. Ist das Land jetzt dafür oder dagegen? Wenn ein Ja kommt, dann müssen die Bahnen fit für die Zukunft gemacht werden. Seit der Monarchie gibt es diese Bahnen.“

Almtalbahn

Pettenbachs Vizebürgermeisterin Sigrid Grubmair ist gerade dabei, mit Vertretern anderer Anlieger-gemeinden eine Arbeitsgemeinschaft im Rahmen eines Leader-Projektes zu gründen. Diese soll den Ist-Zustand erheben: „Wo fehlen Schaffner? Oder: Gibt es genügend Fahrkartenautomaten? Passt der Takt? Es entstehen Tourismusprojekte in der Region. Da ist die Almtalbahn wichtig“, meint Grubmair.

Aschacherbahn

Der Bürgermeister von Eferding, Severin Mair, will, dass diese nicht nur für den Güterverkehr verwendet wird: „Für Eferding–Aschach kann ich mir durchaus eine Elektrifizierung der Strecke vorstellen. Eine Einbindung in das Lilo-Netz ist wichtig. Der Bahnhof in Eferding ist aber dringend sanierungsbedürftig. Die Bahnsteige sind geschottert. Ich glaube nicht, dass dies noch gesetzeskonform ist. Aber ich denke, dass die Aschacherbahn auch für Pendler aus dem Mühlviertler Raum durchaus interessant sein kann.“ Es braucht aber einen Modernisierungsschub.

Mühlkreisbahn

Der Bürgermeister von Rohrbach-Berg, Andreas Lindorfer, weiß, dass diese in der Region sehr differenziert gesehen wird: „Wenn die Fahrzeit nach Linz kürzer wird und der Takt angehoben, dann wäre dies für viele ein erheblicher Anreiz. Es braucht die Modernisierung. Die Bahn fährt zu fixen Zeiten. Mit dem Auto steht man viel im Stau.“

Land Oberösterreich

Die Verhandlungen zwischen dem Land (Infrastruktur Landesrat Günther Steinkellner) und Bund laufen. Bis Jahresende soll es eine Entscheidung geben. Die Verträge mit den ÖBB sind von Ende 2017 auf Ende 2019 wegen einer Stillegung geändert worden.


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Gastuser
Gastuser
01.02.2018 16:52

Alternativen zur Elektrifizierung

Eine Empfehlung aus dem Eisenbahnbundesamt (EBA) lautet: Oberleitungsfreie Antriebe entwickeln, da Oberleitungen klimawandelbedingt zu häufig ausfallen. Nicht nur das, denn jährlich kommen tausende Vögel im el. Bahnbetrieb um und durchschnittlich alle zwei Wochen passiert ein lebensgefährlicher Personenunfall durrch Bahnstrom. Dass elektrische Antriebe wartungsärmer sind als Verbrennungsmotoren, sagt nichts über die Gesamtwirtschaftlichkeit aus. Und mit synthetischen Kraftstoffen auf Grünstrombasis sind Verbrennungsantriebe ebenso klimafreundlich wie elektrische.