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WELS. Es ist dies eine Mischung aus Theater, Performance und Konzert. Das Pussy Riot Theatre gastierte mit den „Riot Days“ in der Stadthalle. Mit geballter Wucht präsentieren die Künstler ihre Kritik am System Putin, der Organisation Orthodoxe Kirche.

Kirche und Staat brüderlich vereint und Ziel des Protestes von Pussy Riot Theatre.
Kirche und Staat brüderlich vereint und Ziel des Protestes von Pussy Riot Theatre.

Das 41 Sekunden Video ihrer Punk-Protest-Aktion aus der Christ-Erlöser-Kathedrale in Moskau brachte Pussy Riot eine breite Öffentlichkeit und einen fast zweijährigen Gefängnisaufenthalt. Über die Vorbereitungen, die Aktion selbst und die Folgen (Flucht, Verhaftung, Gericht und Gefängnisaufenthalt) schrieb Maria Alyokhina ein Buch. Darauf basiert Riot Days.

Im Vordergrund agieren die Künstler. Sie singen, springen, schreien, kritisieren, brüllen, tanzen. Im Hintergrund laufen auf der Leinwand unterschiedliche Videos. Sie klagen das System Putin an. Die Unterdrückung von Andersdenkenden, die allgegenwärtige Staatsmacht. Die orthodoxe Kirche, die sich in die Gesellschaft einmischt und wo die Grenzen zwischen Staat und Religion verschwinden und zu einem Geschäft werden, werden attackiert. Es wird nicht mit der Kerze in der Hand angeklagt, sondern laut und mit Nachdruck. Hier ist nichts weichgespült, gleichwohl auch im Gefängnis oder bei der Verhandlung von Maria Alyokhina. Über allem steht immer wieder der Begriff Freiheit. Fereiheit der Gedanken, der Meinung und des Lebens. Pussy Riot gibt sich selbst die Antwort, warum sie das machen und fordern die anderen auf, es ihnen gleichzutun: „Es gibt keine Freiheit, wenn man nicht täglich für sie kämpft“.

Ein gelungenes Konzert/Performance-Theater, das gelungen organisiert war von A2 Kulturverband Wels in Kooperation mit dem Alten Schlachthof.


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