Feuerwehr: Die Ressourcen einfach und effektiv einsetzen
WELS. „Gerade am Palmsonntag haben wir gesehen, wie leistungsfähig die Feuerwehr ist. Fast zeitgleich passierte ein Brand, eine Person musste gerettet werden, dazu gab es mehrere Verkehrsunfälle. Die Feuerwehr hat alles professionell erledigt“, so Feuerwehrreferent Gerhard Kroiß. Damit das so bleibt, beschäftigt sich die Feuerwehr intensiv mit sich selbst.

Die Bilanz für 2017 ergab 2414 Einsätze für die Welser Wehr. Ein arbeitsreiches, aber statistisch gesehen durchschnittliches Jahr. Von den 151 Bränden waren rund 40 Prozent vor dem Eintreffen der Feuerwehr gelöscht: „Das zeigt, wie die Menschen sensibilisiert sind und auch unsere Brandschutzschulungen“, erklärt Roland Weber, nunmehriger erster Kommandant-Stellvertreter. Mit Markus Marehard gibt es einen neuen zweiten Kommandant-Stellvertreter. Verdiente Mitglieder des Kommandos gehen in die Feuerwehrpension oder treten wie Werner Holzinger in die zweite Reihe. Derzeit hat die Feuerwehr Wels 242 Mitglieder, davon 30 in der Jugend: „Mit ,Gemeinsam.Sicher.Feuerwehr“ haben wir ein Angebot an Pädagogen aller Schulstufen und auch für den Kindergarten, das Feuerwehrwesen ihnen näher zu bringen und so Nachwuchs zu lukrieren“, meint Branddirektor Franz Humer. „Wichtig ist, dass wir die Menschen effektiv einsetzen und auch die menschlichen Ressourcen schonen. Das müssen wir tun, um leistungsfähig zu bleiben.“ Das Spannungsfeld zwischen Arbeit, Familie und Feuerwehr ist groß, man will niemanden ausbeuten.
Apropos Ressourcen: Die Feuerwache Pernau und das Bootshaus an der Traun sind in die Jahre gekommen. Man denkt an einen gemeinsamen Standort beim zentralen Betriebsgebäude im Industriegebiet. Kroiß steht dem aufgeschlossen gegenüber. „Aus Budgetgründen wird es vor den Jahren 2020/21 nicht gehen.“


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