5.500 Menschen übten Wiederbelebung
WELS. Der Weltrekord wurde zwar nicht geknackt, dafür haben 5.500 Menschen gemeinsam Wiederbelebungsmaßnahmen geübt. Wahrscheinlich noch vielen Hunderten mehr wurde durch die Kampagne „Hand aufs Herz“ das Thema Laienreanimation ins Bewusstsein gebracht.

12.000 Menschen hätte es für einen Weltrekord im gemeinsamen Reanimationstraining gebraucht. Mit 5.500 Teilnehmern wurde diese Zahl zwar nicht erreicht, sie war für die Veranstalter aber ohnehin immer zweitrangig. Viel mehr ging es darum, im Rahmen der Aktion „Hand aufs Herz“ ein Bewusstsein in der Bevölkerung darüber zu schaffen, wie wichtig die Wiederbelebungsmaßnahmen durch Laien ist.
1.000 Menschen könnten gerettet werden
Folgende Zahlen belegen eindrucksvoll, wie wichtig das Thema ist: Jedes Jahr erleiden rund 12.000 Österreicher einen plötzlichen Herz-Kreislauf-Stillstand. Aber nur etwa ein Sechstel der Betroffenen überlebt das. Schon nach etwa drei bis fünf Minuten ohne Sauerstoff trägt ein Gehirn Schaden davon. Rettungskräfte brauchen im Durchschnitt aber zehn Minuten, bis sie beim Patienten sind. Aber natürlich auch erst ab dem Zeitpunkt des Anrufes unter 144. Somit hängt es von den Menschen in der Umgebung des Patienten ab, ob und wie er überleben wird.
Die wichtigste Botschaft des Tages war somit: einfach etwas tun! Der größte Fehler ist, nichts zu tun.
Schnell helfen ist wichtig
1.000 Menschen könnten pro Jahr gerettet werden, wenn die Rettungskette funktioniert, sprich wenn jemand sofort prüft, ob der Patient noch atmet, sofort die Rettung alarmiert und mit den Wiederbelebungsmaßnahmen (Herzdruckmassage und wenn möglich Beatmung) beginnt.
Rahmenprogramm auf der Bühne
Die groß angelegte Aktion auf der Welser Trabrennbahn bot den 5.500 Menschen nicht nur eine Anleitung zum Wiederbeleben, sonderen auch zahlreiche Showacts. Außerdem sprachen Experten und Betroffene auf der Bühne über ihre Erfahrungen. Die Geschwister Santner von der gleichnamigen Tanzschule, Marco Angelini und Waterloo lockerten den Nachmittag auf.
Eigener Marsch
Für das gemeinsame Trainieren der Herzdruckmassage wurde von Günther Reisegger und Christoph Kaindlstorfer vom Blasmusikverband sogar ein eigener Marsch komponiert. Dieser hat mit 116 Schlägen pro Minute genau die Taktfrequenz, in der am besten reanimiert werden soll. Zuvor von einem Projektorchester aufgenommen, wurde der Marsch während des eigentlichen Weltrekordversuches gespielt.


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