Nach Sanierung wird am Sonntag Turmkreuz der Stadtpfarre gesteckt
WELS. Die Stadtpfarrkirche ist ein Wahrzeichen der Stadt. In den letzten Monaten mussten dringende Sanierungsarbeiten am Turm vorgenommen werden, die am Sonntag mit der Turmkreuzsteckung offiziell beendet sind. Aber es stehen noch weitere Projekte an.

Die Stadtpfarrkirche ist nicht nur ein wichtiger Ort des Glaubens, sie ist auch prägend für das Stadtbild. 888 erstmals urkundlich erwähnt, erhielt sie im 18. Jahrhundert den markanten Zwiebelturm. Nach 166 Jahren musste der Turm dringend saniert werden.
Umfangreiche Sanierung
Bereits fertiggestellt sind die Arbeiten an der Glockenanlage. „Es wurden die Glockensteuerung und das Joch erneuert“, berichtet Harald Immitzer, Obmann des Finanzfachausschusses im Pfarrgemeinderat. Es folgte die Sanierung des Turmhelmes, hier musste das morsche Holz ausgetauscht werden. Von weitem sichtbar, wurde in den letzten Wochen auch der Turm mit Kupfer neu eingedeckt. In diesen Tagen sind die Arbeiten fertiggestellt und am Sonntag kann feierlich das neue Turmkreuz gesegnet werden.
Als nächstes werden im Inneren der Kirche die Seitenaltäre restauriert und die Orgel saniert. „Im Holz ist teilweise der Holzwurm drinnen und es werden die Orgelpfeiffen geputzt“, skizziert Immitzer die anstehenden Arbeiten. Man hofft, noch heuer beginnen zu können. „Alle diese Arbeiten sind dringend notwendige, substanzerhaltende Maßnahmen, um größeren Schaden abzuwenden“, gibt Immitzer wieder, was den Pfarrverantwortlichen von Experten gesagt wurde. Wo es geht, packen Mitglieder der Pfarre ehrenamtlich mit an.
Erhebliche Kosten
Die Kosten für die Sanierungsarbeiten belaufen sich auf rund 490.000 Euro. Ein großer Teil kommt von der Diözese, der Stadt, dem Land und vom Bundesdenkmalamt. Rund 200.000 Euro hat die Pfarre selbst aufzubringen. Darum bittet man auch um Spenden (Kontoinformationen siehe Infobox).
Schmuck aus Kupferblech
Am Sonntag, 8. September findet die feierliche Turmkreuzsteckung im Anschluss an die Heilige Messe statt, die um 10.30 Uhr Altbischof Maximilian Aichern zelebrieren wird. Ein besonderes Angebot gibt es für Liebhaber von schönem Schmuck. Juwelier Hermann Krinzinger hat aus dem 166 Jahre alten Kupferblech des Turmes kunstvolle Schmuckstücke hergestellt. Diese werden zum Verkauf angeboten. Auch den Turmwein wird es bei der Agabe im Pfarrzentrum geben.


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