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Extremismus: „Antwort auf Radikalisierung ist so komplex wie die Problematik selbst“

Gerald Nowak, 06.09.2019 10:15

WELS. Politikwissenschaftlerin und Journalistin Elham Manea informierte zu Multiplikatoren im Integrationsbereich bei einem Seminar des Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF) im Quartier Gartenstadt über Anzeichen für Radikalismus und Extremismus.

Elham Manea bei ihrem Seminar in Wels Foto: ÖIF
Elham Manea bei ihrem Seminar in Wels Foto: ÖIF

Manea vermittelte im sechsstündigen Seminar Grundlagenwissen und Hintergrundinformationen zu Radikalisierung und Extremismus. Die rund 25 Teilnehmer wurden von Manea differenziert über mögliche Erkennungsmerkmale und Radikalisierungsanzeichen informiert und darüber aufgeklärt, was für Präventivmaßnahmen man gegen Radikalisierungstendenzen setzen kann.

Erkennungsmerkmale

„Es existiert kein typisches Radikalisierungsprofil, die Antwort auf Radikalisierung ist so komplex wie die Problematik selbst“, betonte Elham Manea im Seminar. Mit den Teilnehmern diskutierte sie über Formen und Erkennungsmerkmale des fundamentalistischen Islam und radikale Verhaltensweisen. Sie erarbeiteten das Phänomen der Radikalisierung aus wissenschaftlicher Sicht. Die Praktiker tauschten sich mit der Politikwissenschaftlerin über Herausforderungen aus, mit denen sie im Berufsalltag konfrontiert sind. Die Extremismus-Expertin konnte anhand der Beispiele konkrete Tipps im Umgang mit solchen Herausforderungen geben.

Präventivarbeit

Extremistische und radikale Beeinflussung setzt meist bereits bei Kindern und Jugendlichen an, wie Elham Manea im Seminar zu bedenken gab. Deshalb sei es enorm wichtig, auch mit der Aufklärungs- und Präventivarbeit bereits im Kindergarten und in der Schule zu beginnen. Um hierfür Lösungen zu finden, brauche es einen ganzheitlichen Ansatz, so Manea: „Die Prävention muss auf der Zusammenarbeit zwischen den zuständigen Stellen in den Bereichen Bildung, Integration und Sozialwesen beruhen“, meint die Journalistin.


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