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WELS. Auch wenn noch viel Wasser die Traun hinunterfließt, bevor 2021 auf Gemeindeebene gewählt wird, stellen sich die Parteien auf. Bei den Welser Sozialdemokraten wird ein Name in der Gerüchteküche ins Spiel gebracht, der unlängst als Heimstätten-Vorsitzender in Pension ging: der ehemalige Vizebürgermeister Manfred Hochhauser.

Manfred Hochhauser will nicht wieder in die Politik zurückkehren Foto: WHG
Manfred Hochhauser will nicht wieder in die Politik zurückkehren Foto: WHG

Tips: Müssen die Welser Genossen Angst vor einer Rückkehr des Herrn Hochhausers haben?

Hochhauser: Ich glaube, dass nur ganz wenige eine Angst vor meiner Rückkehr hätten und selbst die kann ich beruhigen. Ich bin mit meiner momentanen Situation mehr als zufrieden.

Tips: Als langjähriger Sozialdemokrat. Wie geht es Ihnen mit dem Zustand der Partei auf allen Ebenen. Haben Sie noch Lust auf Politik?

Hochhauser: Ich bin am 1. Jänner 1975 der SPÖ Puchberg beigetreten und bis zum heutigen Tag Mitglied der Sektion Puchberg. Mein Hauptaugenmerk gilt der kommunalen Ebene und da zeichnet sich mit Klaus Schinninger ein Hoffnungsschimmer ab. Natürlich geht es einem besser, wenn man Wahlsiege feiert, aber das Interesse an der  Politik im Allgemeinen geht nicht so schnell verloren.

Tips: Kommen wir nach Wels. Mit dem angesprochenen Klaus Schinninger gibt es einen neuen Vorsitzenden, Petra Wimmer wird die Spitzenkandidatin für 2021. Wie muss sich die Partei weiter aufstellen?

Hochhauser: Schinninger traue ich jenes Maß an Ideen und Durchsetzungsvermögen zu, das notwendig sein wird, um für die Gemeinderats- und Bürgermeisterwahl 2021 zumindest ein starkes Ausrufezeichen zu setzen. Mit Petra Wimmer sind wir grundsätzlich gut aufgestellt, allerdings wird sie gerade in der Stadt Wels wesentlich stärker präsent sein müssen, um einigermaßen zu bestehen. Beiden muss es gelingen, eine deutliche Verjüngung der Kandidaten für die nächsten Jahre sicherzustellen.

Tips: Scheinbar verliert sich die Welser SPÖ derzeit nur in Personaldiskussionen und internen Grabenkämpfen sowie Schuldzuweisungen?

Hochhauser: Die vielen Wechsel  bei anderen Parteien rund um Wels zeigen ja, wie es ginge. Mit dem Verharren auf seinem Sitz und Mandat, und das nach mehreren verlorenen Wahlen, wird man keinen Blumentopf gewinnen. Da gefällt mir Klaus Hoflehner sehr gut, der ja freiwillig auf den Stadtparteivorsitz verzichtet hat.

Tips: 2003 hat man die absolute Mehrheit geholt. Danach ging es steil bergab, mit dem Höhepunkt der verlorenen Wahl 2015, bei der sowohl Bürgermeister als auch die relative Mehrheit im Gemeinderat verloren ging?

Hochhauser: Leider hat man aus den verlorenen Wahlen der Vergangenheit entweder keine oder die falschen Schlüsse gezogen. Meines Wissens hat man sich auch nicht mit der Frage beschäftigt, warum die SPÖ 2003 so zugelegt und danach alles wieder verloren hat.

Tips: Mit welchen Themen muss die Welser SPÖ wieder zu den Menschen kommen?

Hochhauser: Wenn man auf die Menschen zugehen will, muss man ihre Sprache sprechen und sie verstehen. Nur die Ankündigung alleine wird aber nicht sehr viel ändern. Themen wie die soziale Sicherheit in der Stadt Wels, die Klimaveränderung oder die rasanten Veränderungen durch die Vernetzung der Dinge durch die vierte industrielle Revolution wären nur einige wenige Themen, mit denen man an die Menschen kommen würde.


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