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WELS. Erneut eine angepasste Matura, mehr Test und Impfmöglichkeiten in der Schule, die Einführung des Schulfaches „Demokratiebildung“ sind Forderungen der Union Höherer Schüler für den Schulbetrieb.

Die Schülervertreter Markus Artmann und Tobias Doppelbauer (v.l.) von der UHS fordern unter anderem das Fach Demokratiebildung. (Foto: UHS)

In den vergangenen Jahren wurden die Schüler auf eine harte Probe gestellt. Die Union Höherer Schüler formuliert deshalb ihre Forderungen für ein Schulsystem indem kein Schüler benachteiligt wird.

„Die diesjährigen Maturaklassen kämpfen seit zwei Jahren mit Phasen des Distance-Learnings, unterschiedlichen Lernplattformen, abweichenden Unterrichts- und Benotungsprinzipien, einem ausfallenden Präsenzunterricht, Quarantäne, psychischen Belastungen und vielen weiteren besorgniserregenden Auswirkungen. sagt die Landesschülervertreterin Heidi Dirnhofer (17) aus der HBLW Wels. „Es braucht jetzt frühzeitige Planungssicherheit für unsere Schüler in Abschlussklassen“, fügt sie hinzu.

Dirnhofer und ihre Kollegen von der UHS Ortsgruppe Wels, Markus Artmann (Geschäftsführer) und Tobias Doppelbauer (Obmann) fordern daher erneute Anpassungen, wie der freiwillige Antritt zur mündlichen Matura. Außerdem müssten Ersatztermine gewährleistet sein und die Prüfungszeit verlängert werden. Für die Union Höherer Schüler ist ebenso klar, dass es vor den Abschlussprüfungen das Angebot von freiwilligen Intensivvorbereitungskursen geben muss und, dass auf den BMHS-Bereich nicht vergessen werden darf. 

Neues Fach soll brandaktuelle Themen behandeln

Mit einem Ausbau der Tests und Impfmöglichkeiten in der Schule könnten offene Schulen gewährleistet werden und man müsste nur im äußersten Notfall auf die Distanzlehre umsteigen, meinen die Schülervertreter. „Die Schulen müssen ein Ort sein, an dem sich alle Schüler sicher fühlen können”, ist Tobias Doppelbauer (17) der Meinung.

Kritisches Denken und die Fähigkeit zum Erkennen von Fake News sollten mit einem neuen Unterrichtsfach „Demokratiebildung“ gefördert werden.

„Das vergangene Jahr hat klar gezeigt, wie schnell sich Fake News verbreiten und wie wichtig es daher ist, solche zu erkennen. Deshalb braucht es bereits in der Schule Aufklärung zu dieser Thematik. In dieselbe Kerbe einer qualitativ-hochwertigen und nachhaltigen Unterrichtsattraktivierung schlägt auch die Förderung des kritischen Denkens. Wir als UHS sind ein starker Verfechter und Befürworter der Einführung eines neuen Unterrichtsfaches Demokratiebildung. Im vergangenen Jahr wurde wieder einmal verdeutlicht, warum das so essenziell wäre. In diesem Fach sollen Schüler nicht nur über die Grundlagen einer Demokratie aufgeklärt werden, sondern auch lernen, wie sie Fake News von der Wahrheit unterscheiden können, wie eine qualitativ-hochwertige Recherche funktioniert und vieles mehr - ein Fach, das nicht nach starren Mustern arbeitet, vielmehr von brandaktuellen gesellschaftlichen Inhalten lebt”, sagt Markus Artmann (17).


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