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Es surrt wie in der Straßenbahn und das Fahrgefühl ist „einfach geil“

Gerald Nowak, 24.01.2022 15:25

WELS. Fünf Tage testeten die Wels Linien einen E-Bus auf Herz und Nieren. Wolfgang Stöttinger war einer der Fahrer. Die Frage liegt da naturgemäß auf der Hand, wie das so ist, mit einem E-Bus im Linien-Einsatz unterwegs zu sein. Die Antwort kommt nach kurzem Zögern, aber mit einem breiten Grinsen: „Einfach geil!“.

Martin Hüttner und Wolfgang Stöttinger vor dem E-Bus der Firma silenth, der für einige Tage in Wels im Einsatz war. (Foto: Tips)

Die Beschleunigung ist fantastisch und das Fahrverhalten wie bei jedem Bus. Als Gast fühlt man sich wie in der Straßenbahn und es surrt beim Fahren, als ob man gleich über die Landstraße in der Landeshauptstadt fährt und nicht den Kaiser-Josef-Platz ansteuert. „Dieser Bus hat zwar den Großglockner bezwungen, aber in Wels wird ihm auch nichts geschenkt“, ist Wels Linien-Betriebsleiter Martin Hüttner überzeugt. Die Temperaturen bei den Testtagen unter null, ein bisschen Regen, Schnee und Wind machten aus dem Praxistest ein Kennenlernen bis ins letzte Detail. Das Fazit seitens der Wels Linien ist mehr als positiv: „Grundsätzlich ist er für den täglichen Einsatz geeignet. Wir hatten ihn von der Früh bis zum Betriebsende auf der Straße und der Akku war nicht aufgebraucht“, meint Stöttinger. Naturgemäß hängt es auch von der Fahrweise des Lenkers ab. Je vorausschauender mit Gas und Bremse umgegangen wird, desto geringer ist der Verbrauch. Auch das Aufladen funktionierte ohne Probleme.

Dieser Testbetrieb ist auch notwendig, denn ab 2025 muss der Anteil von emissionsfreien Bussen im öffentlichen Verkehr bei einem Drittel liegen. Jeweils ein zweites Viertel beziehungsweise Drittel muss CO2-neutral betrieben werden, das wird aus wirtschaftlicher Sicht dann auch mit Elektrobussen abgedeckt werden. „Von den Fahrgästen erhielten wir auch nur positive Rückmeldungen. Sofern es ihnen überhaupt aufgefallen ist, dass sie in einen E-Bus sitzen. Der Innenraum ist sehr großzügig gestaltet und bietet viel Platz“, erklärt der Betriebsleiter. Man zeigt sich auf jeden Fall voll zufrieden mit den Testtagen. Ein paar Details kann man sicher noch verändern, aber praxistauglich ist er, der Bus. Und eben „einfach geil“. 

 

 

 

 


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