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THALHEIM/STEYR/NEW York. Jürgen Höglinger ist ein Spätberufener. Nach Abschluss der Handelsakademie I und über zehn Jahren Berufserfahrung, war es für den Thalheimer noch einmal an der Zeit, sich weiterzubilden. Im Herbst 2020 inskribierte er an der FH Steyr ILM – Internationales Logistik-Management.

Jürgen Höglinger stattete natürlich auch dem Grand Canyon einen Besuch ab. (Foto: privat)
Jürgen Höglinger stattete natürlich auch dem Grand Canyon einen Besuch ab. (Foto: privat)

Höglinger pendelt in der Regel von Thalheim nach Steyr, doch in den ersten beiden Semestern wurde der Großteil der Lehrveranstaltungen coronabedingt ohnehin via Distance-Learning abgehalten. „Das Auslandssemester, das dritte Semester, absolvierte ich mit meinem Studienkollegen und Freund, Florian Lachmayr, von Ende August bis Ende Dezember letzten Jahres in den USA. Danach verbrachten wir noch einen knappen Monat an der Westküste, von wo wir auch unseren abschließenden Roadtrip starteten“, erzählt der 32-jährige Thalheimer. Die Entscheidung für die Vereinigten Staaten fiel ihm sehr leicht, da ihn das Land mit seiner vielfältigen Kultur und seinen unterschiedlichsten Landschaften schon immer faszinierte und Höglinger bereits lange eine USA-Reise geplant hatte. „Somit war das Auslandssemester für mich die ideale Gelegenheit“, freut er sich.

Viel größer als Steyr

Höglingers Wahl fiel auf die State University of New York, ein staatliches College und mit 64 Standorten der größte öffentliche Hochschulverbund der USA. „Mit circa 4.000 Studenten war unser Standort für amerikanische Verhältnisse zwar klein, verglichen jedoch mit der FH in Steyr war der Campus relativ groß“, stellt der Thalheimer klar, der direkt am Campusgelände untergebracht war. Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erreichte er in 45 Minuten Manhattan, NYC und war somit in kurzer Zeit mitten im Geschehen.

Gutes Englisch

Aufgrund des hohen Niveaus des Englischunterrichts an der FH Steyr hatte der Thalheimer auch keine Schwierigkeiten, den Vorlesungen in Englisch zu folgen. Die Prüfungen unterschieden sich allerdings stark, da diese in den USA überwiegend per Multiple-Choice-Tests abgehalten werden. „Wir konnten unseren Alltag sehr flexibel gestalten, da wir von Montag bis Donnerstag Unterricht hatten und so die verlängerten Wochenenden für Trips nach New York City oder Reisen an der Ostküste nutzen konnten“, so Höglinger, der in seinem Auslandssemester auch Städte wie Boston, Miami, Washington D.C. und Philadelphia besuchte. Der Roadtrip im Anschluss führte die beiden Steyrer FH-Studenten auch nach Los Angeles, San Diego, Las Vegas, San Francisco und in den Grand Canyon.

Wieder in der Heimat

Seine Zeit in Amerika hat Höglinger auf jeden Fall genossen, auch wenn er seine Freundin, die Familie und Freunde vermisste. „Die Lebenseinstellung ist dort eine komplett andere. Angekommen in New York, wurden wir überall sehr herzlich begrüßt. Das mag auch daran liegen, dass in dieser riesigen Metropole unzählige Nationen vereint leben und Besucher aus aller Welt sehr willkommen sind. Auch die Corona-Beschränkungen waren lockerer und man konnte problemlos alle möglichen Aktivitäten ausführen“, berichtet Höglinger. Seit Ende Februar geht es für den Thalheimer nun in der Heimat wieder weiter mit dem vierten Semester. Sein Ziel ist klar: „Mein Wunsch ist es, nach dem Studium im Bereich Logistik/Supply Chain in der Prozessoptimierung tätig zu sein.“


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