Dem Widerstandskämpfer Karl Loy die Ehre erweisen
WELS. Der frühere ÖVP-Kulturstadtrat Georg Kransteiner wurde am Welser Friedhof auf das vergessene Grab des Welser Freiheitskämpfers Karl Loy aufmerksam.

Karl Loy leitete die Welser Arbeiterkammer, bis er von den Austrofaschisten abgesetzt wurde, und schloss sich in der NS-Zeit der „Welser Gruppe“ an. Am 28. April 1945 wurde er im KZ Mauthausen ermordet und die Stadt benannte 1946 die Karl Loystraße nach ihm. Loys Grab ist in keinem gepflegten Zustand, aber die Friedhofsverwaltung darf auch keine Auskunft über den Grabinhaber geben. Über Vorschlag von Kransteiner war es schließlich auch Vizebürgermeister Klaus Schinninger (SPÖ) ein Bedürfnis, wenigstens am Todestag des sozialdemokratischen Widerstandskämpfers ein Zeichen gegen sein Vergessen zu setzen. Mit zwei Stöcken roter Nelken, zwei Kerzen und einem „Vater unser“ hielten die beiden Politiker ein kurzes Gedenken. Ein Vorschlag von Kransteiner und Schinninger: Die Stadtgärtnerei sollte, zumindest ein Mal im Jahr, eine bescheidene Grabpflege durchführen: „Immerhin hat Karl Loy für unsere Freiheit sein Leben geopfert.“


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