"Jetzt fahr ich mit drei Medaillen heim"
OBERWART/WELS/THALHEIM. Die 8. Nationalen Special Olympics Sommerspiele waren nicht nur ein Fest, das alle Herzen berührte, sondern vor allem riesige Glücksgefühle bei den erfolgreichen Aktiven hervorrief. Über 2000 Medaillen wurden im Rahmen Österreichs größter Sport- und Sozialveranstaltung vergeben und 185 davon gingen dank starker Leistungen nach Oberösterreich. Großen Anteil daran hatten auch Philipp Aigner und Emily Zimmerberger.

Bewerbe in 15 Sommersportarten wurden an vier Tagen in Oberwart, Pinkafeld, Stegersbach, Parndorf und Großpetersdorf ausgetragen. Zusätzlich wurden den Besten in jeder Sportart der Titel „Österreichischer Meister“ verliehen. Und einmal mehr zeigte sich dabei eindrucksvoll, wie Sport als verbindendes Glied zwischen Menschen mit und ohne Beeinträchtigung funktionieren kann. An jeder Sportstätte wurden die SportlerInnen frenetisch angefeuert, bei jeder einzelnen Siegerehrung herrschte trotz sengender Hitze Volksfeststimmung pur.
Die Teilnehmer aus Wels und Umgebung
Richtig genossen haben ihre Antreten im Burgenland auch die Sportler aus Wels und Umgebung. Domenic Keplinger aus Wels war mit dem Rad über fünf und zehn Kilometer am Start. Kathrin Neubauer aus Weißkirchen und Paul Pumberger aus Thalheimer traten im Tanzsport an. Margit Rohrauer aus Lambach war ebenso im Boccia Einzel im Einsatz, wie die Welserin Elfriede Berger-Söllinger die sich den ersten Platz sicherte. Ebenfalls ganz oben am Stockerl stand Michael Mallinger aus Lambach über 25 Meter Freistil im Schwimmen. Über 50 Meter ging sich bei Mallinger keine Medaille aus. Dafür bei Philipp Aigner aus Wels. Der 30-Jährige wurde Zweiter über 50 Meter Brust und sicherte sich in derselben Disziplin über 25 Meter Bronze.
Zum zweiten Mal mit dabei
Der begeisterte Schwimmer war nach den Spielen in Vöcklabruck 2018 bereits zum zweiten Mal bei diesem sportlichen Großevent dabei. Und weil es Fahrsport als Disziplin für den passionierten Kutschenfahrer nicht gab, spielte er wie schon vor vier Jahren sein Können wieder beim Schwimmen aus. „Ich bin sehr stolz auf ihn“, freut sich Mama Astrid Aigner, dass Philipps Einsatz sich gelohnt hat. „Er hat viel trainiert mit seinem Cousin und ist auch oft alleine schwimmen gegangen!“, erzählt Aigner glücklich und feierte mit Philipp seine - plötzlich - drei Medaillen. Weil Phillipp nämlich im schnellsten Lauf über 25 Brust schwamm, war er automatisch bei der Wertung zur Staatsmeisterschaft mit dabei und wurde Dritter. „Das war eine totale Überraschung für uns und Philipp hat sich riesig gefreut und gemeint: ´Jetzt fahr ich mit drei Medaillen heim!´
Fünf Medaillen für Emily
Gleich fünf Medaillen hat Emily Zimmerberger gehamstert. Die 21-jährige Thalheimerin ist ebenfalls Schwimmerin. Jeden Dienstag trainiert sie mit einer Schwimmgruppe in Vöcklabruck und freitags mit dem Welser Turnverein. Sogar dem Papa hat sie im eigenen Schwimmteich schon Kraulen beigebracht. Bei den Special Olympics war Emily zum ersten Mal mit dabei. „Ich war sehr aufgeregt“, erzählt Emily über ihre Antreten, „aber es war auch sehr lustig. Besonders die Staffel“. Denn gemeinsam mit ihrem Team hat Emily in der 4x25 Meter Freistil-Staffel Bronze geholt und damit auch Bronze bei der Staatsmeisterschaft gemacht. Im Einzel hat die Thalheimerin über 25 Meter sogar Gold und in der Staatsmeisterschaft Bronze geholt. Über 50 Meter schaffte Emily auch noch den zweiten Platz und so hingen schlussendlich stolze fünf Medaillen um den Hals von Emily.


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