Wenn der E-Scooter zum parkenden Ärgernis wird
WELS. Es war eine Zeit lang ruhig. Doch seit ein zusätzlicher Anbieter mit 80 E-Rollern zu den bereits 200 bestehenden Geräten auf den Markt drängt, ging es mit den Beschwerden los. Es wird vogelwild geparkt und die Dinger stehen im Weg.

Die Stadt mahnt Disziplin ein und verweist auf den Verhaltenskodex. Bei vorschriftswidrigem Abstellen muss der Betreiber den betreffenden Roller drei Stunden nach Einlangen einer entsprechenden Meldung entfernen. Parkverbotszonen gibt es ebenfalls. Technisch sind die E-Scooter der Verleiher ebenfalls gedrosselt. Das bedeutet eine Maximal-Geschwindigkeit von 25 km/h und in den Fußgängerzonen zehn. Dies gilt übrigens auch für Radfahrer. Ebenso wie die Nichtbenützung der Gehsteige. Daran halten sich nicht alle.
Die E-Scooter Sheriffs sind für die Grünen keine Lösung, meint Stadtrat Thomas Rammerstorfer. „Ein Verbot sei das letzte Mittel und sollte derzeit noch nicht angestrebt werden, wie wohl es entgegen anderer Behauptungen durchaus möglich ist. So wird ein E-Scooter-Verbot derzeit in Linz diskutiert, in Graz besteht es seit 2019“, heißt es verklausuliert in einer Aussendung.
Technische Überlegungen
SP-Verkehrsreferent Stefan Ganzert hat konkrete Überlegungen: „Es sind fixe Abstellregionen in Planung im Zentrum und in den Stadtteilen. Außerhalb dieser Flächen ist dann ein Parken der Geräte nicht möglich. Es geht um die technische Umsetzung mit den Betreibern“, so der Stadtrat. Der Taxameter läuft einfach weiter bis so eine Fläche erreicht ist. „Es gehe auch um Erziehungsmaßnahmen“, meint Ganzert.


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