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WELS. Der Ehrenobmann des Seniorenbunds Wels-Mitte, Georg Kransteiner, hat einen Leserbrief zur Situation der Generation 70plus verfasst.

 (Foto: Tips)
(Foto: Tips)

Es ist erfreulich, dass sich die Stadt Wels zig Millioneninvestitionen in Großprojekte leisten kann. Neue Messehalle, Welldorado, Skatebordhalle, Traunbrücke nach Schleißheim, sowie jährlich zahlreiche Großveranstaltungen. Was bleibt aber für die Senioren? Was nutzen diese Millionen den Senioren, die auf einen Pflegeplatz warten, wenn es nicht einmal gelingt, Personal für rund 60 leer stehende Betten zu finden? Was nutzen die Millionen einem alten Menschen in der Pernau, der erst nach langem Suchen einen neuen Hausarzt in Lichtenegg fand, aber ohne fremde Hilfe nicht hinkommt? Das gilt auch für das Erreichen des Rathauses, weil es keine Bushaltestelle gibt.

Es braucht keine Großinvestitionen für Senioren. Es gibt viele Möglichkeiten, diesen das Leben zu erleichtern: Im Bereich Pflege und Hausärzte ist es zu wenig, sich auf gesetzliche Vorgaben zurückzuziehen. Zusätzliche Maßnahmen sind gefragt. Der Pflegenotstand könnte durch einen spürbaren Zuschuss zum Pflegegeld bei der 24-Stundenpflege, bis ein Heimplatz frei wird, gemildert werden. Die Übernahme der Taxikosten ab der Zuerkennung des Pflegegeldes bei Arzt- und Amtsbesuchen wäre eine große Erleichterung. Die wöchentlichen Demenzkurse des Magistrates waren kostenlos. Seit einem Jahr kosten diese 60 Euro pro Monat. Bei einer kleinen Pension ist das zu viel und sollte wieder abgeschafft werden. Von jedem Seniorenheim sollte ein Bus zum Samstag-Markt fahren und nach einer Stunde wieder zurück. Übertragungen auf Videowalls in Seniorenheimen könnten die Bewohner an Veranstaltungen in der Stadt teilnehmen lassen: Markt, Volksfest, Konzerte und so weiter. Im gesamten Zentrum fehlen Sitzbänke. DieseListe ließe sich noch weit verlängern. Alles zusammen kostet nur einen Bruchteil der genannten Investitionen. Die derzeitigen Politiker sollten nicht vergessen, dass die Grundlage für die jetzige gute Budgetsituation von der Generation 70+ geschaffen wurde.


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