Lebenshilfe-Arbeitsgruppe: „Drittes Wohnhaus wäre dringend nötig“
WELS. Vor drei Jahren eröffnete die Lebenshilfe ein Wohnhaus für Menschen mit Beeinträchtigung. Doch die Warteliste ist lang und so stellt der Obmann der Arbeitsgruppe Wels, Johann Hablesreiter, fest: „Ein drittes Wohnhaus wäre dringend nötig“.

Auf der einen Seite ist man froh, dass viel weitergeht. Der Baustart der neuen Werkstätte für Menschen mit Beeinträchtigung in der Neustadt ist erfolgt. Es wird auch ein Café errichtet, wo auch die handgefertigten Produkte aus der Werkstätte verkauft werden können. 15 Jahre lang haben wir dafür gekämpft. Die Beschäftigten produzieren wunderschöne Produkte in Wels und für diese gibt es dann eine zentral gelegene Verkaufsplattform“, freut sich der Obmann der Arbeitsgruppe.
Anforderungen der Barrierefreiheit
Die Werkstätte in der Suttnerstraße muss umgebaut werden, denn die Anforderungen an die Barrierefreiheit sind gestiegen. Das größte Dilemma zeigt sich aber bei den Wohnhäusern. Obwohl erst 2020 ein neues Wohnhaus für Menschen mit Beeinträchtigung in Wels eröffnet wurde, bereiten dem wiedergewählten Obmann die dringend benötigten Wohnplätze in Wels Sorgen. Die Situation ist nicht einfach, doch die Arbeitsgruppe hat sich für die kommende Amtsperiode viel vorgenommen: „Wir wollen, dass Menschen mit Beeinträchtigung in der Öffentlichkeit gesehen werden und allen vermitteln, was die Lebenshilfe tut“. Das passiert beim Tag der Inklusion aber auch beim Stadtfest im Sommer.
In der Messestadt werden 50 Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung in Wohneinrichtungen und 102 in den Lebenshilfe-Werkstätten Wels und Thalheim begleitet.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden