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WELS. „Die Römer kommen, die Römer kommen“. In den und rund um die Minoriten wird ein Fest mit Lagerleben, Vorführungen, Einblicke in die Ausgrabungen und die Ausstellung geboten. Am Samstag, 23. September, geht es um 10 Uhr los. Der zuständige Stadtrat, Martin Oberndorfer (VP), freut sich auf jeden Fall.

Die berühmt berüchtigte Schildkröten-Kampfformation (Foto: Tips)
  1 / 2   Die berühmt berüchtigte Schildkröten-Kampfformation (Foto: Tips)

„Das Programm ist sehr interessant und umfangreich. Man bekommt wirklich einen sehr guten Einblick in die römische Welt“, meint Oberndorfer. Wichtig ist, dass sich das Römermuseum in den Minoriten auch präsentieren kann. Bei freiem Eintritt lässt sich viel erfahren: „Die Römer haben in Wels viele Spuren hinterlassen. Die werden wir auch zeigen. Denn die Archäologen von den Grabungen am ehemaligen Quester-Gelände aber auch in Thalheim sprechen und erzählen über die Ergebnisse“.

Dabei wird auch ein altes Fundstück aus dem Jahr 1918 neu präsentiert. Es geht um ein Messer aus dem 2. Jahrhundert nach Christus, das von China den Weg nach Wels gefunden hat. Es ist der westlichste Fund eines antiken Stückes, das in der Taklamakan-Wüste hergestellt wurde. „Wir können nur spekulieren, wie das Messer nach Wels gekommen. Fakt ist aber, dass das römische Wels enorm wichtig war. Verschiedene Volksgruppen lebten hier. Es gab Häuser mit Fußbodenheizung und so weiter. Der Lebensstandard war hoch“, so Oberndorfer. Das zeigen Funde von Austernresten aus Südfrankreich in Wels. „Ovilava lag an einer verkehrstechnisch günstigen Lage. Es war ein großer Handelsstandort und die Mauer war größer als die Stadtmauer im Mittelalter. Wels hatte schon damals hohes Ansehen als Wirtschaftsumschlagplatz und die Bürger wussten zu leben.

Verschiedene Kulturen kamen hier zusammen und lebten miteinander. Da gibt es viele Parallelen zur heutigen Zeit“, ist Oberndorfer überzeugt. Dieses römische Erbe ist es wert, noch besser präsentiert zu werden, legt der Stadtrat nach.

Dauerausstellung Burg

Nicht nur in den Minoriten wird nachgedacht, sondern auch in der Dauerausstellung in der Burg sind Veränderungen geplant. „Derzeit stehen wir in Gesprächen mit den Landsmannschaften, wie wir diese Geschichte noch besser präsentieren können.“ Es geht um eine Modernisierung aber auch einen neuen Standort abseits vom Burg-Keller.


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