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WELS. Der Spatenstich für den Umbau des ÖBB-Terminals ist erfolgt. Bis Ende Mai ist eine Auffahrt auf die Autobahn nicht möglich und die Verkehrsführung hat sich klarerweise geändert. Anrainer klagen, dass niemand auf sie gehört habe.

Schild in Wels Ost (Foto: privat)
  1 / 2   Schild in Wels Ost (Foto: privat)

Sie wandten sich an die Tips-Redaktion und klagten ihr Leid. Bis Ende Mai sind sie quasi abgeschnitten und müssen weite Umwege in Kauf nehmen. Am Anfang verirrten sich noch Autofahrer in diesen Bereich, da sie lieber dem Navi vertrauten, als auf die Schilder zu achten. Mittlerweile werden diese Wegsucher immer weniger. „Wir hoffen nur, dass dieser Spuk Ende Mai auch vorbei ist. Bei der Hoval-Unterführung in Marchtrenk haben die Arbeiten auch plötzlich länger gedauert“, so einige Anrainer. Sie fühlen sich weder von der Stadt noch von den ÖBB gehört und hätten sich mehr Mitsprache gewünscht: „Gefühlt wurde über uns drüber gefahren.“

Tips hat die ÖBB um eine Stellungnahme gebeten. „Der Umbau des Verkehrsknotens wurde aufgrund dieser unterschiedlichen Interessen bereits ein Jahr im Voraus geplant. Unterschiedlichste Varianten wurden besprochen und auf ihre technische Machbarkeit überprüft. Mit der aktuellen Bauplanung ist es uns gelungen, die komplette Neugestaltung des Anschlussknotens mit nur einer Wochenendsperre der Terminalstraße umzusetzen. Eine weitere abschnittsweise Teilung der Arbeiten würde die Bauarbeiten lediglich verlängern, jedoch keine Vorteile für die Verkehrsteilnehmer bringen. Die Beschilderung und Verkehrsführung entspricht grundsätzlich den zugrunde liegenden, rechtsgültigen Bescheiden, aber wenn es konkrete Verbesserungsvorschläge gibt, dann schauen wir uns das gerne an“, erklären die ÖBB.

Seitens der Stadt antwortet Mobilitätsreferent Stefan Ganzert (SP): „Da es auch Wels-Land betroffen hat, waren wir in das Behördenverfahren nicht eingebunden. Es wurde von höherer Stelle entschieden, wie das gemacht wird. Wenn es Probleme gibt, dann bitte bei mir im Büro melden.“ Ansonsten hieß es von allen angefragten Stellen, dass es rechtsgültige Bescheide gebe und die Lösung die beste sei.

Das Projekt

Insgesamt werden bis zur Fertigstellung des neuen Terminals 2027 rund 68 Millionen Euro investiert. Die kranbare Länge der vier Ladegleise wird auf 700 Meter verlängert und bietet Platz für die Abwicklung von Ganzzügen. Im östlichen Bereich wird eine Anbindung an die Weststrecke und damit ein moderner Durchfahr-Terminal geschaffen. Das sind alles Voraussetzungen für einen höheren Umschlag in kürzerer Zeit und mit geringerem Aufwand.


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