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Brückentest bestanden: Die Arbeiten gehen bei laufendem Betrieb weiter

Gerald Nowak, 17.05.2024 08:43

MARCHTRENK/WELS. Für den viergleisigen Ausbau der Westbahnstrecken zwischen den beiden Städten errichten die Arbeiter drei neue Brücken. Die Erste schaffte jetzt die Belastungsprobe.

Testfahrt über die Brücke (Foto: ÖBB)
Testfahrt über die Brücke (Foto: ÖBB)

Bei den erfolgreichen Tests belasten bis zu vier ÖBB-Lokomotiven mit jeweils rund 80 Tonnen Eigengewicht gleichzeitig das Brückenbauwerk. Währenddessen werden sämtliche statische Daten erhoben und penibel ausgewertet. Auf diese Weise können kleinste Verformungen im Tragwerk ermittelt werden. Diese werden dann mit den zuvor errechneten Werten verglichen. Damit tatsächlich alle Brückenfelder der zirka 85 Meter langen Brücke abgedeckt werden, mussten die Loks an zehn verschiedene Positionen manövriert werden.

Die Inbetriebnahme der ersten von drei Brücken ist für Juni geplant. Dann werden die Züge der Weststrecke über die neue Brücke umgeleitet, damit anschließend das bisherige Brückenbauwerk abgetragen und neu errichtet werden kann. Die besondere Herausforderung dabei: Alle Arbeiten finden bei laufendem Betrieb auf der Weststrecke und über der Autobahn A25 statt. Das ist nicht nur eine organisatorische, sondern auch eine logistische Herausforderung. Denn im Abschnitt Linz-Wels fahren pro Tag bis zu 450 Züge. „Gleichzeitig zu bauen und den laufenden Bahnverkehr aufrecht zu halten, das ist die Königsdisziplin beim Ausbau der Weststrecke zwischen Linz und Wels“, erklärt Heinz Dudek, Projektkoordinator der ÖBB-Infrastruktur AG.

Die ÖBB arbeiten parallel an vier Ausbauprojekten entlang der Weststrecke: Der Abschnitt Linz Verschiebebahnhof West – Linz Signalbrücke östlich des Linzer Hauptbahnhofs befindet sich aktuell in der Planung. Die Westseite des Linzer Hauptbahnhofs und der Abschnitt Marchtrenk – Wels sind in Bau. Dort laufen die Arbeiten auf Hochtouren planmäßig weiter. Mitte des Jahres erfolgt nun auch der Baubeginn für den Abschnitt Linz – Marchtrenk. Kosten: rund 110 Millionen Euro.


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