Diözese zeichnet engagierte Christen aus Thalheim und Wels aus
WELS/THALHEIM. Anita Schwarzlmüller, Roman Trautendorfer und Franz Strasser wurde von Bischof Manfred Scheuer die Severin- beziehungsweise die Florian-Medaille verliehen. Diese diözesanen Ehrenzeichen sind ein Zeichen des Dankes und der Anerkennung für langjähriges ehrenamtliches und hauptamtliches Engagement in den Pfarren und über die Pfarrgrenzen hinaus.
Thalheims Pfarrsekretärin Anita Schwarzlmüller wurde von der Pfarre Tassilo-Kremsmünster für eine Ehrung vorgeschlagen und mit der Severin-Medaille ausgezeichnet. Schwarzlmüller ist seit 19 Jahren Mitglied des Pfarrgemeinderates und war auch 13 Jahre lang dessen Obfrau. Sie ist für die Friedhofsbelange zuständig, ist im Seelsorgeteam und hat in der Katholischen Frauenbewegung die stellvertretende Leitung übernommen.
Sanierung des Pfarrzentrums geleitet
Als Mitglied des Bauausschusses hatte die Thalheimerin die federführende Hauptverantwortung für die Sanierung des Pfarrzentrums. Das Gelingen dieses Großprojekts ist wesentlich ihrem großen Engagement zu verdanken. Einen wesentlichen sozialen Beitrag über die Pfarrgemeinde hinaus leitet die 60-Jährige außerdem als Leiterin des 24-köpfigen ehrenamtlichen Cafeteria-Teams. Dieses bringt zwei Mal wöchentlich frisch gebackene Kuchen und Kaffee zu den Bewohnern und Besuchern des Bezirks-Altenheimes.
Pfarranlage 27 Jahre als Haustechniker betreut
Roman Trautendorfer von der Pfarrteilgemeinde Wels-St-Franziskus wurde ebenfalls mit der Severin-Medaille geehrt.
Der leitende Kardiotechniker im Klinikum Wels war von 2002 bis 2007 im Pfarrgemeinderat. Von 1998 bis letztes Jahr, also 27 Jahre lang, betreute Trautendorfer mit unvergleichlichem Einsatz die Pfarranlage als ehrenamtlicher Haustechniker. Der 62-Jährige gründete den Arbeitskreis „Gebäudemanagement“, der sich um die Gebäudepflege kümmert, die Anlagen wartet und eine Vielzahl an Reparaturen durchführt. Die Arbeitsabläufe dokumentiert er sorgfältig in Form von Aufgabenlisten, Inventarlisten, Wartungslisten, Bedienungsanleitungen und so weiter.
Verlässlicher Ansprechpartner
Trautendorfer organisierte außerdem einen jährlichen Putztag für das Pfarrzentrum und leistete maßgebliche Hilfe bei allen Festen und Feiern der Pfarrgemeinde. Heute noch ist er ein verlässlicher Ansprechpartner und springt gern ein, „wenn sonst niemand kann oder sich niemand auskennt“.
Techniker, Caritas-Haussammler und Gottesdienst-Leiter
Franz Strasser ist in seiner Pfarrgemeinde Wels-St. Franziskus Pfarrgemeinderats-Obmann und seit Jahrzehnten in zahlreichen Belangen engagiert. Seit 1997 ist der studierte Theologe Mitverantwortlicher für technische Belange in und um die Kirchengebäude. Bei der Errichtung des Seelsorgezentrums ab 1996 half er tatkräftig mit. Durch Reparaturen und Wartungsarbeiten ist er auch stets um die Pflege und Erhaltung des Gebäudes bemüht.
Vielfach ausgezeichnet
Die Expertise im Bau-Bereich ist aber bei weitem nicht das Einzige, was ihn auszeichnet. Ehrenamtlich leitet Strasser Gottesdienste in der Pfarrgemeinde und auch im Seniorenheim Laahen und unterstützt bei sämtlichen Festen und Großveranstaltungen. Des Weiteren ist er eine kompetente Ansprechperson für Licht- und Tontechnik und den Menschen im Ort als langjähriger Caritas-Haussammler bekannt.
Für sein vielfältiges Engagement wurde Strasser, der vielen auch als Schauspieler, Regisseur und Rezitator bekannt ist, bereits der Welser „Maximilian“, das silberne Verdienstzeichen des Landes Oberösterreich und der Titel „Konsulent“ verliehen. Die Diözese Linz dankte dem 72-Jährigen für sein Engagement nun mit der Florian-Medaille.
Die Severin- und die Florian-Medaille
Die Ehrenzeichen werden an Persönlichkeiten verliehen, die sich über einen längeren Zeitraum besonders anerkennenswerte Verdienste im pastoralen oder in einem mit der katholischen Kirche zusammenhängenden sozialen, kulturellen, gesellschaftspolitischen oder organisatorischen Bereich erworben haben. Die Medaillen werden ausschließlich an Laien vergeben, was auch Mitglieder von Instituten des Geweihten Lebens und Gesellschaften des Apostolischen Lebens mit einschließt. Sie können sowohl für ehrenamtliches als auch für hauptamtliches Engagement vergeben werden, wobei eine mindestens zehnjährige Tätigkeit vorausgesetzt wird.
Symbolträchtige Ehrenzeichen
Die Ehrenzeichen wurden von der Linzer Künstlerin Ulrike Neumaier gestaltet. Sie verwendete die Symbole Mühlstein und Ölbaumblatt der Diözesanheiligen hl. Florian und hl. Severin und arbeitete in den Münzrand den Satz: „Et si nemo, ego tamen.“ – „Und wenn es keiner macht, ich tue es doch!“
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