Junger Thalheimer zeigt Bilder der aktuellen Lage in der Ukraine
WELS/THALHEIM. 14 Mal war der junge Thalheimer Fotojournalist Andreas Stroh seit 2024 in der Ukraine. Er will dokumentieren und anhand des Krieges in diesem europäischen Land den Menschen in Österreich zeigen, wie wichtig Demokratie ist. Am Dienstag, 27. Jänner, 19 Uhr erzählt Stroh im Cordatushaus (Martin Luther Platz) vom Alltag nahe und fernab der Front.
Unter dem Titel „Im Osten nichts Neues?“ berichtet der 22-Jährige anhand seiner Fotos, wie das Leben nach vier Jahren Krieg in der Ukraine tatsächlich aussieht. Was es für Millionen Menschen bedeutet, mitten im Krieg zu leben, oft ohne Strom, Wasser oder Sicherheit.
„Wir müssen uns für die Demokratie einsetzen“
Anfang Februar 2024 reiste Stroh erstmals in das von Russland überfallene Land. „Ich möchte zeigen, wie Krieg ist und wir demzufolge alles tun sollten, dass so etwas nicht passiert, dass es wichtig ist, sich für die Demokratie einzusetzen. Gerade auch in Hinblick auf unsere eigene Geschichte möchte ich verdeutlichen, was ein Rechtsruck bedeuten kann“, erklärt Stroh seine Beweggründe, in das Kriegsgebiet zu reisen – auch unter Gefahr.
In der Nähe schlagen Raketen ein
„Ob ich Angst hatte, kann ich gar nicht sagen, aber es gab immer wieder Momente, in denen man nicht weiß, wie einem geschieht, wenn zum Beispiel um 1 Uhr Nachts ballistische Raketen auf Kiew fallen, 400 Meter entfernt einschlagen und zwölf Menschen töten“, berichtet der Fotograf, der auch wegen der Menschen dort immer wieder hinfährt.
Unglaublicher Durchhaltewille der Ukrainer
„Sie haben mich von Anfang an so wahnsinnig fasziniert mit ihrem unglaublichen Durchhaltewillen“, begründet Stroh seine 14 Reisen. Auf diesen hat er auch erfahren, was die Ukrainer über die aktuellen Verhandlungen denken und welche Bedeutung der Ukraine-Krieg für Österreich hat. „Ich möchte, dass die Leute hier verstehen, was mit unseren Milliarden-Paketen passiert und dass es für uns ein Segen ist, dass wir nur unser Geld hinschicken und nicht unsere Soldaten“.
Der Eintritt ist frei.
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