Welser Selbsthilfegruppe bei Kontaktabbruch: „Warum?“
WELS. „Warum?“ ist eine neue Selbsthilfegruppe für Menschen, die in ihrer Familie einen Kontaktabbruch erlebt oder sich dafür selbst entschieden haben. Der Name ist nicht zufällig gewählt, da genau diese Frage am Anfang steht und viele Betroffene lange beschäftigt.
Nicht nur der Name, sondern generell die Idee zu der Selbsthilfegruppe stammt vom Welser Musiker Harald Sumah. Aus einem persönlichen Bedürfnis heraus suchte er nach Möglichkeiten, über das Thema Kontaktabbruch in Familien offen zu sprechen – ein Thema, das viele betrifft, über das aber selten gesprochen wird.
Die Gestaltung übernahm Grafikerin und Kulturarbeiterin Katja Frey. Die beiden kennen sich lange und haben Erfahrung mit dem Thema von beiden Seiten: Nicht nur vom Kontaktabbruch betroffen, sondern auch der selbst gewählte Weg. „Es geht nicht darum, wem es schlechter geht oder wer schuld ist, sondern darum, dass über das Thema gesprochen werden darf – offen und ohne Bewertung. Die Gruppe kann nur gewinnen, wenn Menschen aus beiden Seiten des Erlebens miteinander ins Gespräch kommen. Wir möchten zeigen, dass niemand mit diesem Thema allein ist. Der Austausch kann entlasten, Verständnis schaffen und Mut geben“, sind die beiden überzeugt.
Die Treffen bieten Raum, Erfahrungen zu teilen, zuzuhören und Verständnis zu finden – ohne Schuldzuweisungen, dafür mit Respekt. Die Gruppe ersetzt keine Therapie, sondern lebt vom Austausch der Teilnehmenden, stellen die Organisatoren klar. Warum sich die Gruppe treffen will, ist aus ihrer Sicht klar: Eine Gruppe kann mehr bewirken als ein Einzelner. Austausch, Ideen und Mut stärken das Selbstbewusstsein und Zusammenhalt allen hilft. „Und weil wir ein offenes Ohr haben“, sagen die beiden und freuen sich auf viele Teilnehmer.
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