Viele Mängel bei E-Scootern festgestellt: Kontrollen werden verstärkt
WELS. Die Polizei setzte rund um Schulen einen Vormittag lang einen Schwerpunkt auf die Kontrolle von privaten E-Scootern, genutzt von Jugendlichen. Bei 53 Kontrollen gab es bei nur fünf Scootern und deren Nutzern keine Beanstandungen.

„Wir werden in den kommenden Wochen weiter vermehrt Kontrollen bei E-Scootern durchführen. Beim ersten Mal lag der Fokus auf dem Bereich rund um Schulen. Als Nächstes kommt die Innenstadt dran“, schickt Chefinspektor Andreas Weidinger eine klare Botschaft. Die Beamten führten einen Vormittag lang Kontrollen rund um Schulen durch. Viele Kinder und Jugendliche sind mit eigenen E-Scootern unterwegs. Die Bilanz ist erschreckend: „Bei fünf war alles in Ordnung. Acht Kinder unter 16 Jahren erwischten wir auf einem Scooter ohne Helm unterwegs. Es gab elf Anzeigen wegen Fahrens auf einem Gehsteig“, sagt Weidinger.
Spitzenwert: 61 Stundenkilometer
Dazu kamen vier Geschwindigkeitsmessungen. Das schnellste Gerät schaffte 61 Kilometer pro Stunde. Die erlaubte Maximalgeschwindigkeit liegt bei 25 Kilometer pro Stunde. Durch die StVO-Gesetzesnovelle vom 1. Mai ist es zu vielen Neuerungen gekommen: eben die Helmpflicht für Jugendliche unter 16 Jahren, Blinker in den Lenkern, maximal 600 Watt für die Geräte, maximal eine Person auf dem Scooter und einiges mehr. „Bei der Ausrüstung, was die Blinker betrifft, gehen wir mit Augenmaß vor. Denn in vielen Geschäften sind diese ausverkauft. Bei anderen Dingen schauen wir sehr genau hin. Bald auch in der Innenstadt“, meint Weidinger.
Weniger Leihscooter
Dann werden auch die Leihscooter interessanter für Kontrollen. Die fixen Abstellplätze im Zentrum haben sich bewährt. Der Wildwuchs ist deutlich zurückgegangen. Und es stehen auch deutlich weniger Geräte auf den Flächen: „Wir hatten drei Anbieter. Jeder durfte maximal 100 Geräte aufstellen. Ein Anbieter ist insolvent. Jetzt wären es 200 für die Stadt. Mein Eindruck ist auch, dass die Anbieter eher viel weniger Geräte aufstellen“, ist SP-Mobilitätsreferent Stefan Ganzert überzeugt. Fix definierte Abstellflächen werden auch in den Stadtteilen noch weiter ausgerollt.
Er begrüßt die Novelle zur Regelung der Scooter: „Damit hat die Polizei mehr Handhabe. Ich kann an die Nutzer nur appellieren, sich an die Regeln zu halten“.


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