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STADL-PAURA. Wie hängen Smartphones und elektronische Geräte mit Umweltzerstörung in Bolivien zusammen? - Dieser Frage widmete sich ein Begegnungstag im Mai mit zwei Projektpartnerinnen aus Bolivien im ChristophorusHaus der Miva (Missions-Verkehrs-Arbeitsgemeinschaft) sowie in der Technisch-Naturwissenschaftlichen Mittelschule in Stadl-Paura.

  1 / 3   Die Jugendlichen der Technisch-Naturwissenschaftlichen Mittelschule Stadl-Paura waren sehr interessiert am Vortrag der Umweltaktivistinnen. (Foto: Miva)

Alicia Cuiza vom „Centro de Ecología y Pueblos Andinos“ und Erika Rojas vom „Centro de Investigación y Promoción del Campesinado“ berichteten aus erster Hand über ihre Arbeit mit indigenen Gemeinschaften im bolivianischen Altiplano.

Bolivianische Rohstoffe für Europas Smartphones 

Im Mittelpunkt standen die Auswirkungen von Bergbau, Umweltverschmutzung und Klimawandel auf das sensible Wassersystem rund um den Titicacasee, den Río Desaguadero und den Poopó-See. In diesen Regionen werden unter anderem Gold, Silber, Zink und Blei abgebaut: Rohstoffe, die auch in Smartphones und elektronischen Geräten verwendet werden.

Frauen engagieren sich

Die Referentinnen schilderten, wie verschmutzte und versalzene Flüsse, Wassermangel und der Verlust von Lebensgrundlagen ganze Gemeinschaften bedrohen. Besonders betroffen sind indigene Gemeinschaften wie die Uru, Aymara und Kallawaya. Gleichzeitig berichteten sie von lokalen Initiativen und dem Engagement vieler Frauen, die Verantwortung übernehmen, sich organisieren und alternative Einkommensmöglichkeiten schaffen, etwa durch Kunsthandwerk, nachhaltige Landwirtschaft oder Projekte zum Schutz von Wasserressourcen.

Globale Zusammenarbeit 

Der Begegnungstag umfasste Schulbesuche in der Region sowie eine Abendveranstaltung im ChristophorusHaus und zeigte, wie wichtig direkter Austausch und globale Zusammenarbeit sind. Die Veranstaltung wurde von Miva gemeinsam mit der Welthaus-Plattform der Diözese Linz organisiert.


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