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WELS. Bei den Fußballern muss man weit in die Geschichte zurückblicken, um eine erfolgreiche Titelverteidigung zu erblicken. Den Brasilianern gelang dies bei der Weltmeisterschaft 1962 in Chile, nachdem sie vier Jahre zuvor in Schweden die Besten waren. Das Team Dynamics der FH Wels schaffte dies bei der RoboCup-Weltmeisterschaft in Südkorea in der Rescue League.

Im Einsatz bei der Weltmeisterschaft in Südkorea. (Foto: FH)
  1 / 2   Im Einsatz bei der Weltmeisterschaft in Südkorea. (Foto: FH)

Die Mannschaft vom Campus Wels der FH Oberösterreich rund um Assistenzprofessor Raimund Edlinger bewies auf internationaler Bühne einmal mehr, dass sie zur Weltspitze im Bereich der Rettungsrobotik gehört. Der hochentwickelte Laufroboter zeigte die gesamte Turnierwoche über, dass der Sieg nur über ihn führt. Keine Aufgabe war zu schwer. Das Team arbeitete perfekt zusammen und trieb sich gegenseitig zu Höchstleistungen an. In allen Phasen holte Dynamics konstant die meisten Punkte.

Freude über den Sieg und den Mehrwert

„Mit dem neuen Robotersystem präsentierte das Team einem breiten Publikum ein absolut stabiles Gesamtsystem und bewies, wie man mit einer perfekt eingestellten Mannschaft eine Weltmeisterschaft gewinnt“, freut sich der Welser Teamkapitän Raimund Edlinger.

„Aus fachlicher Sicht freut es mich natürlich sehr, dass wir im Bereich der Rettungsrobotik zu den international führenden Playern gehören. Da ich – übrigens wie auch Raimund Edlinger – selbst bei der Feuerwehr aktiv bin, kenne ich zudem den Wert technischer Innovationen im Einsatzfall. Mit Hilfe von Robotern können wir effizienter helfen, aber auch den Eigenschutz der Feuerwehrleute erhöhen“, jubelt  der Welser Dekan Roman Froschauer.

Von der WM in die Praxis

Der WM-Titel bedeutet aber auch eine wissenschaftliche Basis. Ab September startet das Forschungsprojekt LARX. Hier geht es um die steigenden Herausforderungen im Katastrophen- und Rettungswesen, bei denen die Einsatzkräfte zu immer komplexeren und dynamischeren Szenarien wie Gebäudeeinstürzen, Tunnel- und Industrieunfällen oder Gefahrstoffaustritten konfrontiert sind. Im Mittelpunkt stehen ein Laufroboter zur autonomen Erkundung und Gefahrstoffmessung sowie ein spezialisierter, raupenbasierter Rettungsroboter mit einem weiterentwickelten, biomechanisch sicheren Aufnahme- und Transportmechanismus. In Echtzeit übermitteln Sensoren Daten über Gefahrstoffe, Umweltkennzahlen oder suchen Personen, um ein taktisch verwertbares Lagebild den Einsatzkräften zu übermitteln. Hier können Laufroboter den Menschen helfen. 


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