Alter Ego Festival in Wels abgesagt
WELS. Noch vor wenigen Stunden lief ein Countdown, und Influencer machten Werbung für das Alter Ego-Festival am Trabrennplatz. Um 16 Uhr veröffentlichte Initiator und Veranstalter Florian Störinger ein kurzes Video auf Social Media. Finanzielle Gründe machten diesen Schlussstrich notwendig. 2027 will man aber ein Festival veranstalten.

Mit den Künstlern, Sponsoren und Verantwortlichen habe man gesprochen. Aber man muss die finanzielle Reißleine ziehen, heißt es in dem kurzen Video. Störinger erhält Zuspruch, dass er sich stellt, aber auch viel Kritik, weil es eben eine Woche vor dem Festival so weit war, es abzusagen.
Zwei Tage wäre die Trabrennbahn zur Hiphop-Bühne geworden. Auf Acts wie Luciano, Destroy Lonely, Reezy und andere müssen die Fans jetzt verzichten. Wie es mit Ticketrückgabe und so weiter aussieht, wird geklärt.
Euphorie und später Ernüchterung
Die Freude im Jänner bei der Pressekonferenz im Büro des Bürgermeisters Andreas Rabl (FP) war bei allen Beteiligten groß. Wels will sich als Konzertstadt positionieren. Das ist der erste Schritt. Auf die Veröffentlichung der ersten Acts folgte ein erster Run auf die Tickets. Der war aber bei weitem unter den Erwartungen. Einige Verantwortliche sprechen auch von schwierigen Gesprächen mit dem Veranstalter. Vieles blieb in der Schwebe und wurde nicht umgesetzt oder nach mehrmaligem Nachfragen. Der Kartenverkauf verlief schleppend. Vor einem Monat hieß es schon hinter vorgehaltener Hand: Bei jetzt 3.000 verkauften Karten wird es schwierig.
Die Werbetrommel erhöhte die Schlagzahl. Der Ticketmotor sprang weiter nicht wirklich an. Campingplatz wurde gecancelt. Weitere Sideacts abgesagt und verkleinert. In den vergangenen 72 Stunden liefen die Telefondrähte heiß. Es gab Meetings und nachdem das Publikumsinteresse nicht anzog, ist das Alter Ego 2026 Geschichte.


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