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WELS. Wer etwas über die österreichischen Skistars wissen will, der muss sich an Christoph Malzer wenden. Der gebürtige Welser, der jetzt im Salzkammergut lebt, ist der Pressesprecher. Kompetent und immer freundlich kümmert er sich um die Anfragen und arbeitet im Hintergrund daran, dass für die Sportler und auch die Journalisten alles passt.

Christoph Malzer ist der Presssprecher der ÖSV-Skidamen.
Christoph Malzer ist der Presssprecher der ÖSV-Skidamen.

Tips: Fragen wir den Experten: Welche Medaillenchancen haben unsere Damen?

Malzer: Medaillenchancen bestehen sicher in jeder Disziplin, wenngleich wir wie im Vorjahr bei der Alpinen Skiweltmeisterschaft in St. Moritz in einer Außenseiterrolle nach Korea kommen. 

Tips: Vom Welscup über den Weltcup zu Olympia. Kannst du uns einen kurzen Überblick über deine Karriere geben?

Malzer: Skisport war von Kindesbeinen an eines meiner Steckenpferde. Aktiv als Freizeitskifahrer wie passiv als Fan unserer Skistars vor dem Fernseher. Mit der Ski-Instruktorenausbildung und meinem Engagement beim Skiklub Eska Wels stieg der aktive Part. Durch meinen beruflichen Wechseln zum oberösterreichische Skiverband gelang die Kombination aus Hobby und Beruf. Zwei Jahre später erfolgte der Schritt zum Österreichischen Skiverband, wo ich seit 2010 die Ski-Alpin-Damen medial betreue.

Tips: Wie groß ist das Kribbeln vor dem großen Event, wo auch weniger sportbegeisterte Österreicher zu Fans mutieren? Spürt man den Druck, der auch auf den Sportlerinnen lastet?

Malzer: Der von außen erzeugte Druck ist natürlich spürbar. Gerade im medialen Bereich wird er in Erwartungshaltungen ausgedrückt. Jede Athletin hat natürlich auch persönliche Ziele und Vorstellungen, die möglicherweise Anspannung oder Kribbeln erzeugen. Bei Olympischen Spielen ist das manchmal größer als bei einem normalen Weltcuprennen.

Tips: Generell gefragt: Wie muss man sich Olympia und die Arbeit eines Pressesprechers dabei vorstellen?

Malzer: Auch wenn die Mannschaft bei Olympia durch die mit vier begrenzte Anzahl an Starterinnen kleiner ist als gewöhnlich – alles andere ist größer. So auch das Medieninteresse, das Journalistenaufkommen, die Medienanfragen etc. Aus Sotschi haben vor vier Jahren zum Beispiel rund 25 Fernsehstationen live von den alpinen Skirennen berichtet. Bei Großevents halte ich zwei Tage vor jedem Rennen eine Pressekonferenz ab, um sämtliche Medienanfragen möglichst gebündelt abwickeln und bedienen zu können.

Tips: Auf was freust du dich bei Olympia in Korea ganz besonders?

Malzer: Das vielzitierte olympische Flair ist schon etwas ganz Besonderes. Das gemeinsame Wohnen aller Nationen in den olympischen Dörfern und auch die Möglichkeit, Athleten aus anderen Sportarten bei ihren Medaillenwettkämpfen anzufeuern, so es die Zeit erlaubt, ist sehr speziell.

Tips: Bleibt eigentlich Zeit andere Bewerbe zu beobachten?

Malzer: In Sotschi war ich bei den Entscheidungen der Skicrosser live dabei. Die Streckenführung und die Größe der Sprünge waren wirklich gigantisch. Ein echtes Erlebnis. Wenn möglich, möchte ich den einen oder anderen Bewerb natürlich wieder live verfolgen.

Tips: Auch wenn der Nordkorea-Konflikt derzeit eher unter der Decke schwelt – wie groß ist die Angst, dass hier etwas eskaliert?

Malzer: Diese Angst besteht bei mir nicht und ich denke, dass es den meisten Teilnehmern so geht. Ganz im Gegenteil. Auch wenn es nur kleine Schritte sind, die in diesem Konflikt durch die Olympischen Spiele aufeinander zugegangen wird, so sind das doch eindeutige Gesten, dass politische Auseinandersetzungen im Rahmen der Spiele keinen Platz haben. Olympische Spiele sind eine friedliche Bewegung und es sollte alles unternommen werden, dass das in Zukunft auch so bleibt.

Tips: Wenn dann Olympia vorbei ist, wie geht es für euch weiter?

Malzer: Ich werde am 26. Fe-bruar aus Korea nach Hause kommen, zwei Tage zu Hause genießen und am 1. März wieder zu den Weltcuprennen nach Crans-Montana anreisen.


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