Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt
tips.at als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen

Hoflehner: Überraschung, Verwunderung und einen Blumenstrauß an alten Ideen

Gerald Nowak, 31.01.2017 10:10

WELS. Die Volkspartei ist mit einem Bündel an Vorschlägen, was den Straßenverkehr anbelangt vorgeprescht. Die FP zieht mit, verlangt aber eine große Lösung. Der zuständige Referent Klaus Hoflehner (SP) sieht vor allem bei den Einbahnöffnungen: „Einen Blumenstrauß an Ideen und Dingen, die in den letzten 15 Jahren nicht passiert sind“.

Stadtrat Klaus Hoflehner sieht einen "Blumenstrauß an Ideen und Dingen, die in den letzten 15 Jahren nicht passiert sind“.

Grundsätzlich begrüßt Hoflehner die Vorschläge: „Man muss aber sorgsam damit umgehen. Mir fehlt vor allem die Einbindung der Linie Wels und der Einsatzorganisationen. Außerdem muss man sich genau ansehen, was in weiterer Folge passiert, wenn Einbahnen geöffnet werden. Wohin verlagert sich der Verkehr. Das muss man sich sehr genau ansehen. Der Bang wird dann schon kommen“. Das ist der eine Punkt. Es bleibt aber noch viel Verwunderung übrig: „Es herrscht hier Einigkeit bei der FPÖ und ÖVP bei Dingen, die meine Vorgänger als Verkehrsreferent durchaus umsetzen hätte können“.

 Dauerbrenner Roseggerstraße

Vor allem die Öffnung der Roseggerstraße war im Konzept von Roland Strassl (VP) als letzte Umsetzung geplant. Doch es kam nicht mehr dazu. Sein Nachfolger 2009 als Verkehrsreferent – der jetzige Vizebürgermeister Gerhard Kroiß (FP) – setzte dies nicht mehr um. Der Grund damals: Die Kaufleute fürchteten ein Sterben der Bahnhofstraße und die Parkplatzsituation vor der Arbeiterkammer und der gegenüberliegenden Polizeidienstelle meinte Kroiß damals gegenüber Tips Wels. „Wir werden auf jeden Fall eine Machbarkeitsstudie erstellen und uns auch die Verkehrszahlen genau ansehen. Die Daten, die die wir haben sind schon einige Jahre alt“, meint Hoflehner. Trotzdem bleibt Kopfschütteln: „Man hätte die Roseggerstraße schon längst öffnen können. Machbar war und ist es“.

Die Überraschung

Ganz klar überrascht haben ihn die Vorschläge bezüglich Radverkehr: „2015 und 2016 ist im Budget munter gestrichen worden. Jetzt entdeckt die Volkspartei ihre Liebe zum Rad. Das ist für mich die größte Überraschung bei den Vorschlägen. Mein Zugang war immer. Es geht nicht nur, wie man mit dem Auto in die Stadt kommt, sondern auch mit dem Rad oder zu Fuss“. Der Raum ließe sich aber nicht beliebig vermehren. Es braucht eine mögliche optimale Nutzung für alle Verkehrsteilnehmer.

Für 2017 wird an einem Radweg von Puchberg bis zum Grünbachplatz gearbeitet. Dazu kommen noch viele Einzelmaßnahmen. „Beim Problemfeld Isola Bella wird nur ein zweiter orangener Fahrstreifen helfen. Eine andere Lösung sehe ich hier nicht“, meint Hoflehner.  

Der Schilderwald

Auch hier stößt man bei Hoflehner auf offene Ohren. „Was die Verkehrszeichen anbelangt, machen wir unser möglichstes. Es gibt aber auch eine Straßenverkehrsordnung, die Dinge vorschreibt“. Bei neuen Werbetafeln sieht er die Liegenschaftsverwaltung in der Pflicht: „Wir suchen auch das Gespräch mit der Wirtschaftskammer. Auch die ist hier gefordert auf ihre Mitglieder einzuwirken. Erste Gespräche waren sehr positiv“.

Projekte für 2017

Also langweilig wird dem Verkehrsreferenten nicht. Hoflehner selbst will 2017 einen Schwerpunkt setzen, der Wohngebiete betrifft. „Es geht um Reduzierung der Geschwindigkeit“. Generell fordert er auch mehr für den öffentlichen Nahverkehr zu tun: „Am Ende geht es aber darum Dinge umzusetzen und wie sich sehe haben die Volkspartei und die Freiheitlichen die Bereitschaft dazu. Dann werden wir einmal sehen“.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden