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Tourismus-Bilanz: Die Pause auf der Durchreise und die Wirtschaft als der Faktor

Gerald Nowak, 31.01.2022 13:20

WELS. „Das Jahr 2021 war touristisch von Höhen und Tiefen gekennzeichnet“, sagt Helmit Platzer, Aufsichtsratsvorsitzender des Tourismusbandes Region Wels. Die Höhen waren wenig überraschend der Sommer, die Tiefen die Lockdowns.

Blick von der Marienwarte auf die Stadt Wels. (Foto: TR Wels)
Blick von der Marienwarte auf die Stadt Wels. (Foto: TR Wels)

Die Bilanz kann sich sehen lassen. „Dank Urlaubsgästen auf der Durchreise, Rennrad- und Radfahrern, Sportveranstaltungen und der gut laufenden Wirtschaft konnten im Sommer zum Teil Nächtigungsrekorde verzeichnet werden. Zum Ende des Jahres hat uns die Corona-Krise wieder eingeholt und das Adventgeschäft kam zum Erliegen“, meint Platzer.

„Wels ist mit vielen international tätigen Unternehmen und einem Top-Messestandort ein Anziehungspunkt für Veranstaltungen und Geschäftsreisende aus dem In- und Ausland“, ist VP-Wirtschaftsstadtrat Martin Oberndorfer überzeugt. Damit ist auch die zukünftige Stoßrichtung gegeben. Veranstaltungen forcieren, die Wirtschaft erblühen lassen und die verkehrstechnisch günstige Lage von Wels ausnützen. Denn viele Urlaubsgäste machen auf ihrer Reise eine Pause in der Stadt und übernachten zumindest ein Mal. Da wäre dann auch wohl ein ordentlicher Abstellplatz für Wohnwägen und Wohnmobile dringend notwendig. doch derzeit herrscht in diesem Punkt Schweigen im Welser Walde.

Die Lockdowns nutzten viele Betriebe für Umbauten. Die Zimmer und das Restaurant des Bayrischen Hof erstrahlen in neuem Glanz, im Traditionsgasthof Maxlhaid ist kein Stein auf dem anderen geblieben und das 150-Sitzplätze-Restaurant unter dem Namen Hannibal bereits wiedereröffnet worden. Im Hotel Ploberger entstand ein idyllischer Innenhof mit Garten und die Seminarräume wurden umgebaut. Auch der Kremsmünsterer Hof am Welser Stadtplatz erstrahlt im neuen Glanz. Insgesamt wurden von den Betrieben rund 9,5 Millionen Euro investiert.

  

 

 

 

 

 

 

 

Mit allen freiwilligen Mitgliedsbetrieben verfügt die Region über 63 Beherbergungsbetriebe mit rund 2.800 Betten in denen rund 200.000 Übernachtungen verzeichnet wurden.

In der Stadt Wels konnte in den 31 Beherbergungsbetrieben mit 1.504 Betten im vergangenen Jahr 133.644 Übernachtungen (ein Plus von 33,8 Prozent) bei 67.980 Ankünften (plus 31,6 Prozent) erzielt werden. Die Hälfte der Gäste kam 2021 aus Österreich, das sind rund fünf Prozent mehr als in den Vergleichsjahren. Bei den internationalen Gästen bleibt Deutschland mit 46 Prozent der Hauptmarkt, der Rest teilt sich auf 43 Nationen auf.

In den acht Beherbergungsbetrieben mit 339 Betten in Sattledt wurden 21.353 Nächtigungen und 8.921 Ankünften gezählt, dies entspricht einer Steigerung von rund 7 Prozent  im Vergleich zum Vorjahr.

In den elf Beherbergungsbetrieben mit 525 Betten in Kremsmünster wurden 17.597 Übernachtungen (ein Plus von 52,7 Prozent) erfasst.


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