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LAMBACH. Viele der Anliegen, die in der Vorwahlzeit an ihn herangetragen wurden, will der neue Bürgermeister Johannes Moser jetzt nach und nach umsetzen. Er ist nicht ganz 100 Tage im Amt.

 (Foto: Alfred Haslinger)
(Foto: Alfred Haslinger)

Mit 50,7 Prozent ist der 49-jährige Baumeister und vorherige Vizebürgermeister Johannes Moser von der ÖVP am 10. Oktober zum Bürgermeister gewählt worden. Seither versucht er das umzusetzen, was ihm im Vorwahlkampf an Anliegen übermittelt wurde. „Jede Maßnahme kostet Geld. Es geht nicht alles von heute auf morgen. Aber wir haben versucht, bei vielen Dingen schon weitere Schritte zu setzen“, sagt der neue Chef im Lambacher Gemeindeamt.

Umfassendes Leerstandsmanagement

Gerade erarbeitet man die Grundlagen für ein Leerstandsmanagement nicht nur für Lambach allein, sondern für die gesamte Stadtregion Lambach, zu der auch Edt, Stadl-Paura und Neukirchen gehören. Die zu erarbeitenden ganzheitlichen und nachhaltigen Strategien sollen über das klassische Marketing hin-­ ausgehen. Seitens der EU gibt es dazu auch Fördergelder, die man sich abholen will. Das ermöglicht der öffentlichen Hand, auch Projekte an Häusern in Privatbesitz zu fördern. Für Lambach ist dafür das Kerngebiet vom alten Postgebäude bis zum ehemaligen NKD-Gebäude definiert.

Attraktiver Markt(platz)

Wie der Wochenmarkt am Freitagvormittag attraktiver gemacht werden kann und mehr Besucher anlockt, darüber macht man sich auch Gedanken. Lambach hat ein sehr altes Marktrecht. Mit Beginn der Sommerferien soll die dritte und letzte Bauetappe bei der Sanierung des Marktplatzes starten. Es laufen gerade die Ausschreibungen, im Mai will man die Arbeiten vergeben. Der bereits sanierte Teil mit der neuen Bushaltestelle kommt bei der Bevölkerung gut an. Ziel war es, Barrierefreiheit und mehr Sicherheit zu schaffen.

Viel Zuspruch hat der Bürgermeister für die aufwendige Weihnachtsbeleuchtung am Marktplatz bekommen. Schon länger beschäftigt das Areal des ehemaligen Gasthauses Sammer die Gemüter. Vonseiten des Landes gab es Ergänzungen zum Flächenwidmungs- und Bebauungsplan, die eingearbeitet wurden. Diese werden im Gemeinderat noch beschlossen. Danach wird man weitersehen. Man hat den Plan, den denkmalgeschützten Teil des Gebäudes zu übernehmen. Details dazu gibt es noch nicht.

Infrastrukturprojekte

Auch Überlegungen, wo und wie es eine Verbindung vom Römerradweg zum neuen Haager Lies-Radweg geben kann, werden in der Gemeinde angestellt. Wobei auch hier mit den Nachbargemeinden zusammengearbeitet wird. Auch die Spielplätze in Lambach werden evaluiert und adaptiert. Dafür hat man in den nächsten Jahren auch ein Budget vorgesehen. Ebenfalls Thema ist die mögliche Nutzung von Photovoltaik auf öffentlichen Gebäuden. Schließlich ist es noch der Breitbandausbau, der die Lambacher Gemeindevertretung beschäftigt. Es gibt schon mehrere Anbieter im Ort, jetzt soll eine Gesamtlösung erarbeitet werden.

Die ÖVP hat im Gemeinderat neun von 25 Mandaten. Die SPÖ und die im Vorjahr neu gegründete „Liste für Lambach“ jeweils sechs Mandate, die FPÖ hat vier. Die Beschlüsse im neuen Gemeinderat wurden einstimmig gefällt. „Auch wenn es Diskussionen gibt, wollen wir ja alle für Lambach arbeiten“, so Moser.


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