Vier Tage Arbeitswoche im Hotel Hauser: „Mitarbeiter in der Branche halten“
WELS. Die Neugestaltung der Arbeitszeiten im Hotel Hauser geht auf Gespräche mit Ex-Mitarbeitern zurück: „Die Arbeitszeiten und der Verdienst waren für die meisten ausschlaggebend dafür, die Branche zu verlassen“, erinnert sich Hotel-Inhaberin Sophie Schick.

Mehr zahlen war nicht möglich, aber an den Arbeitszeiten konnte man drehen, damit „wir die Mitarbeiter auch in der Branche halten“, meint Schick. Für die Direktionsassistentin und das fünfköpfige Rezeptionsteam, welches auch an der Bar, bei Veranstaltungen und beim Frühstück eingesetzt wird, wird die Wochenarbeitszeit von 40 oder 41 Stunden auf 36 Stunden gekürzt und auf vier Tage aufgeteilt. Der Verdienst bleibt dabei gleich. Die Dienstpläne wiederholen sich im Drei-Wochen Rhythmus. „Jeder Mitarbeiter hat damit regelmäßige Früh-, Spät- oder Mitteldienste. Und in jeder dritten Woche sind sechs Tage am Stück frei, weil die jeweils drei freien Tage zusammenfallen“, fasst die Hoteldirektorin und Vizepräsidentin der Österreichischen Hoteliersvereinigung zusammen. „Nachmittags- oder Abenddienste erschweren teils den Kontakt mit Familie und Freunden, da sie in der eigenen Freizeit selbst in der Arbeit sind und andersrum. Mit drei freien Tagen schafft man leichter das Leben besser zu planen und zu gestalten, und vor allem es zu genießen“, sagt Philip Ecker, der seit Jahren im Haus arbeitet. „Ich bin begeistert von der Vier-Tage-Woche, da ich jetzt eine bessere Work-Life-Balance habe. Oft haben wir sechs Tage durchgehend frei und ich kann mich auf einen Kurzurlaub begeben“, meint Mukaddes Dagci, seit sechs Jahren im Betrieb.


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