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Integration frühzeitig fördern: Berufsperspektiven geben

Gerald Nowak, 09.12.2024 06:30

WELS. Beim Einräumen der Produkte wird Deutsch gleich mit gelernt. Das eine oder andere Wort Dialekt geht auch gleich mit. Im Spar-Markt in der Neustadt werden zehn Asylwerber mit hoher Bleibeperspektive in einem Pilotprojekt auf das Berufsleben vorbereitet.

VP-LR Christian Dörfel im Gepräch im Spar-Markt. (Foto: Tips)
VP-LR Christian Dörfel im Gepräch im Spar-Markt. (Foto: Tips)

Gefördert wird das Projekt vom Integrationsressort des Landes. Die Perspektive Handel GmbH der Caritas organisiert es. „Deutsch, Arbeit und Respekt sind die wesentlichen Leitlinien in der oberösterreichischen Integrationspolitik. Wir wollen Asylwerbern mit einer hohen Bleibeperspektive bereits im Asylverfahren eine Möglichkeit geben, sich für den Arbeitsmarkt zu qualifizieren, damit sie später nicht von Sozialleistungen abhängig sind“ ,erklärt VP-Landesrat Christian Dörfel. „Das heißt aber nicht, dass wir den Arbeitsmarkt für Asylwerber öffnen. Das Projekt ist für vier Monate angelegt, dann evaluieren wir“, so der zuständige Landesrat beim Lokalaugenschein in Wels.

„Einzigartige Gelegenheit“

„Dieses Projekt bietet eine einzigartige Gelegenheit, den Teilnehmenden nicht nur berufliche Qualifikationen zu vermitteln, sondern ihnen auch ein Gefühl der Eigenverantwortung und Selbstbestimmung zu geben. In unserem Sparmarkt lernen die Asylwerber, wie der Arbeitsalltag in Österreich funktioniert. Sie können aktiv an der Gestaltung ihrer Zukunft mitwirken“, – Wolfgang Scheidl, Geschäftsführer der Perspektive Handel gGmbH. In einem Sparmarkt in Klagenfurt läuft bereits ein solches Projekt. Nun eben auch in Oberösterreich. Es erfolgt neben einer theoretischen Qualifizierung anhand von Trainings- und Workshops vor allem eine praktische Arbeitserprobung im Perspektive Handel Caritas Sparmarkt Wels, wo die Teilnehmer/innen die unterschiedlichen Aufgabenbereiche im Lebensmittelmarkt kennen. Neben der Praxis gibt es theoretische Module. Wichtig ist immer die deutsche Sprache, die gefordert und gefördert wird. Filialleiterin Katrin Werdnik hält die 33 Mitarbeiter gesamt zusammen: „Wir sind ja ein richtiger Markt. Wir sind keine Versuchsfläche. Alle müssen zusammenarbeiten“.


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