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Heidi aus Thalheim spendet ihre Haare für kranke Kinder

Mag. Ingrid Oberndorfer, 27.04.2026 11:04

THALHEIM. Vor zwei Jahren haben Erika Visnyaiova und ihre Tochter Heidi Estefania Stinglmairova in Tips von der Möglichkeit von Haarspenden bei Klipp gelesen. Schnell entschloss sich die damals 15-Jährige, auch ihr wunderschönes langes Haar, das ihr bis zum Gesäß reichte, für den guten Zweck abzuschneiden.

  1 / 5   Anderen zu helfen, macht glücklich! Heidi-Estefania strahlt auch mit kürzeren Haaren. (Foto: privat)

Das Thalheimer Friseurunternehmen Klipp unterstützt mit Spenden wie der von Heidi den Verein Haarfee, der mit Echthaarperücken Kindern und Jugendlichen hilft, die ihre Haare aufgrund einer Krankheit verloren haben. 

Lange Haare als Markenzeichen

Schon als Kind hatte Heidi eine besondere Beziehung zu ihrem Haar: „Ich wollte meine Haare immer lang wachsen lassen, bis sie sogar zu meinem Markenzeichen wurden.“ Vor zwei Jahren wagte sie dann erstmals den großen Schritt: „Ich wollte einfach mal was anderes ausprobieren.“ Der Zeitpunkt war bewusst gewählt: „Ich habe sie am Anfang der Sommerferien schneiden lassen, sodass im Sommer die kühle Sommerbrise durch mein kürzeres Haar wehen konnte – diese Erfahrung vermisste ich nämlich.“

„Ich wollte helfen“

Doch nicht nur der Wunsch nach Veränderung spielte eine Rolle. Heidi wusste auch um den Zweck von Haarspenden: „Ich habe gehört, dass Perücken für krebskranke Kinder angefertigt werden. Das ist mir im Gedächtnis geblieben und ein sehr großes Anliegen.“ Auch persönliche Erfahrungen verstärkten ihre Motivation: „In meiner Familie hat es schon Krebsfälle gegeben. Somit wollte ich einfach helfen, wo ich konnte.“

„Die Haare wachsen ja wieder nach“

Und weil gesundes Haar zum Glück wieder nachwächst, hat Heidi etwas mehr als zwei Jahre später schon wieder eine prächtige Mähne, die sie erneut für andere junge Menschen opfert. 40 Zentimeter sind es diesmal, die die Schülerin des Gymnasiums der Franziskanerinnen in Wels spendet. Zweifel hatte sie dabei keine: „Als Kind hätte ich es niemals gewagt, doch am Ende war es mir nicht mehr leid um meine Haare.“ Ein Grund dafür ist auch ihr positiver Blick nach vorne: „Meine Haare wachsen sehr schnell. Also mache ich mir da keine Sorgen – nachwachsen tun sie ja sowieso.“

Eine Freude mit ihrer Haar-Spende macht Heidi auch ihrer Mama Erika: „Ich bin sehr stolz, dass meine Tochter so helfen kann“, schreibt sie an Tips und ergänzt: „Ich wollte mich bedanken für den damaligen Tips-Artikel“, denn der war der Auslöser, dass Heidi diese schöne Geste nun schon zum zweiten Mal gesetzt hat. 


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