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WELS. Zuerst die europäische Weihnachtsstadt 2026, dann gleich die Landesgartenschau ab April 2027 steht auf dem Kalender der Großveranstaltungen. Wels wird national noch sichtbarer und steht damit unter Beobachtung. Für die Verantwortlichen heißt dies, Infrastruktur erneuern, Verkehrs- und Sicherheitskonzepte erstellen, Packages für Touristen schnüren, kurzum die Hausaufgaben machen.

(V. l.) Peter Jungreithmair, (Tourismusverband Region Wels), Helmut Platzer (Vorstandsvorsitzender Tourismusverband Region Wels),FP-Bürgermeister Andreas Rabl und VP-Stadtrat Martin Oberndorfer (Foto: Tips)

Früher haben wir erklären müssen, wo Wels liegt. Viele haben dann nur gesagt: 'Ah ja, das ist diese Stadt zwischen Linz und Salzburg.' Das hat sich radikal geändert. Bei der Freizeitmesse in Wien sind die Besucher zu unserem Stand gekommen und haben gesagt: 'Ihr seid ja die europäische Weihnachtsstadt und habt die Landesgartenschau. Wir kommen', erklärt Peter Jungreithmair, Geschäftsführer der Tourismusregion Wels.

Damit dies auch so bleibt, müssen die Hausaufgaben erledigt werden. Das bedeutet ein Verkehrskonzept für die Veranstaltungen, um die Besucher bestmöglich zu leiten. Sicherheit wird ein immer größeres Thema. Für Besucher werden spezielle Pakete geschnürt. Wir arbeiten in diesen Bereichen gut zusammen und vor allem gemeinsam, so Jungreithmair. Das beschleunigt Entscheidungen.

Freizeit als das Thema

Mit gezielten Investitionen in neue Freizeitangebote setzt die Region Wels klare Akzente für die Zukunft. In Sattledt entsteht in den kommenden Monaten mit einem Trailpark ein neues, regional bedeutendes Rad-Projekt. 26 Rennradtouren mit knapp 2.000 Kilometern führen von Wels aus durch die landschaftlichen Highlights Oberösterreichs. Vier Gravel-Routen sind in Umsetzung. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Digitalisierungsoffensive 2026. Im Hinblick auf die Landesgartenschau 2027 werden zentrale Führungs- und Rundgangsangebote erstmals als kostenlose Web-App verfügbar gemacht.

Online-Präsenz

Ein neues CRM-System, das gemeinsam mit der Landesgartenschau genutzt wird, bildet die Grundlage für gezielte Kommunikation und eine moderne Omnichannel-Strategie in Kooperation mit dem Oberösterreich Tourismus und allen Tourismusverbänden.

Events und mehr

Das alles fließt auch in die vielen Events und Messen ein, die in Wels stattfinden und von denen die Region auch profitiert. Der Businesstourismus ist immer noch stark. Doch der Freizeitbereich holt auf. Da wird auch viel investiert, meint Bürgermeister Andreas Rabl. Von diesen Investitionen profitieren sowohl die Bevölkerung als auch die vielen Geschäfte in der Stadt.

Insgesamt wurden – inklusive aller freiwilligen Mitgliedsbetriebe – knapp 371.000 Nächtigungen verzeichnet. Während die Region aufgrund betrieblicher Entwicklungen in Summe eine differenzierte Entwicklung zeigt, konnte die Stadt Wels mit einem Rekordsommer ein Nächtigungsplus von 1,8 Prozent auf insgesamt 236.736 Nächtigungen erzielen. Die Verweildauer hat sich auf 1,8 Tage erhöht. In Sattledt wurden in zehn Beherbergungsbetrieben mit insgesamt 381 Betten rund 26.560 Nächtigungen (minus 21 Prozent) gezählt. 52 Prozent der Gäste kommen aus dem Ausland, die Gäste bleiben im Durchschnitt 2,7 Nächte. Kremsmünster verzeichnete 12.385 Nächtigungen (minus 29 Prozent) in 14 Betrieben mit 541 Betten. Der Geschäftsführer der Tourismusregion Wels, Peter Jungreithmair, macht für den Rückgang Sanierungen bei einem großen Beherbergungsbetrieb in Kremsmünster und die Tatsache, dass Über-Kapazitäten in Welser Hotels nicht mehr nach Sattledt weitergeleitet werden, verantwortlich.


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