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THALHEIM. Ein sichtbares Zeichen für Vielfalt, Respekt und Zusammenhalt setzten die Mandatare von Grünen und SPÖ bei der jüngsten Sitzung des Thalheimer Gemeinderats. Die elf Gemeinderäte beider Fraktionen erschienen in den Farben des Regenbogens und machten damit deutlich: Thalheim ist für alle Menschen da - unabhängig von sexueller Orientierung, Geschlechtsidentität oder Lebensweise. 

SPÖ-Chefin Julia Breitwieser (l.) und der Grüne Vizebürgermeister Ralph Schallmeiner (r.)setzten sich gemeinsam mit ihren Mandataren in Regenbogenfarben für Vielfalt und gegen Ausgrenzung ein. (Foto: Grüne)

Der Grüne Vizebürgermeister Ralph Schallmeiner verweist darauf, dass die Diskussion um sichtbare Zeichen der Vielfalt in Thalheim seit Jahren geführt wird: „Seit Jahren wollen wir Grüne im Pride-Monat Juni ein Zeichen setzen und den Regenbogen als Symbol für Akzeptanz, Respekt und Gleichberechtigung vor dem Gemeindeamt hissen. Das wurde uns bisher immer verwehrt. Es ging sogar so weit, dass eigens eine Raumnutzungsvereinbarung geschaffen wurde, um das Hissen einer Regenbogenfahne aus dem Fraktionsraum zu verhindern. Das ist bedauerlich. Denn niemand muss Angst vor einem Regenbogen haben. Im Gegenteil: Wer Angst vor einem Symbol hat, das für Respekt und Gleichberechtigung steht, sollte sich vielleicht fragen, woher diese Angst eigentlich kommt.“

„Ein Regenbogen tut niemandem weh“ 

Auch SPÖ-Gemeindevorständin Julia Breitwieser unterstreicht die Bedeutung der gemeinsamen Aktion: „Der Regenbogen tut niemandem weh, Hass, Ausgrenzung und Diskriminierung hingegen schon. Gerade in einer Zeit, in der Menschen noch immer wegen ihrer Lebensweise oder ihrer Identität Vorurteilen und Anfeindungen ausgesetzt sind, ist es wichtig, klar Haltung zu zeigen. Vielfalt ist keine Gefahr für unsere Gesellschaft, Hass und Ausgrenzung sind es. Mit unserer gemeinsamen Aktion zeigen wir: In Thalheim soll jede und jeder ohne Angst und mit dem gleichen Respekt leben können.“

Geschlossenheit bei SPÖ und Grünen 

Abschließend betonen Schallmeiner und Breitwieser: „Der Regenbogen richtet sich gegen niemanden. Er steht für Respekt, Gleichberechtigung und ein friedliches Miteinander und zugleich klar gegen Hass, Ausgrenzung und Diskriminierung. Gerade in einer Zeit, in der Ausgrenzung und Hetze wieder lauter werden, reicht es nicht, still zu sein. Dann braucht es Haltung. Genau diese Haltung haben wir heute gemeinsam gezeigt. Denn eine Gemeinde wird nicht schwächer, wenn Menschen verschieden sind. Sie wird stärker, wenn alle dazugehören.“


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