Trotz Großbaustelle bleibt die Abwasserreinigung gesichert
MARCHTRENK. Es ist eine nachhaltige Investition in die Infrastruktur: Die Kläranlage des Abwasserverbandes Welser Heide, die zweitgrößte in Oberösterreich, wird generalsaniert und ausgebaut.

Dort, wo die Abwässer der Stadt Wels und der Umlandgemeinden Buchkirchen, Gunskirchen, Marchtrenk, Sattledt, Schleißheim, Steinhaus, Thalheim und Weißkirchen gereinigt werden, hat sich die Kläranlage nach rund fünfzig Jahren im Betrieb in eine Großbaustelle verwandelt. Nahezu jedes Bauwerk und sämtliche maschinelle Ausrüstung werden aktuell modernisiert, an zukünftige Herausforderungen angepasst und gleichzeitig auf 250.000 Einwohnerwerte erweitert.
OP am offenen Herzen
Wolfgang Nöstlinger, Vorstandsdirektor der EWWAG und Obmann des Abwasserverbandes Welser Heide, vergleicht das laufende Großprojekt mit einer Operation am offenen Herzen: „Die Kläranlage muss während der Umbauarbeiten weiterhin ihre Leistung bringen, nur ausreichend gereinigtes Abwasser darf in die Traun gelangen.“ Planer und ausführende Firmen sind massiv gefordert, da die Arbeiten nur abschnittsweise an einzelnen Bauwerken stattfinden können. Spätestens im Jahr 2030 wird die Kläranlage die Abwässer auf höchstem technischen Niveau reinigen, krisensicher und mit einer ausgleichenden Energiebilanz betrieben werden können.
Dämmung und mehr
Mit bereits fertiggestellten Anlageteilen kann es mit dem wirtschaftlichen Betrieb schon losgehen: Eine Flächen-Photovoltaikanlage mit einer Auslegung von rund 700 Kilowattpeak, die in Betrieb genommen wurde, reduziert den Stromverbrauch in der energieintensiven Abwasserreinigung bereits in der Umbauphase. Gleichzeitig verhelfen Maßnahmen wie eine bessere Dämmung der Faultürme und die Installation von modernen Turboverdichtern zu mehr Energieeffizienz.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden