Diskussion: Parkplätze und Gratis-Bus für den großen Ansturm
WELS. Veranstaltungen aller Art verursachen einen Besucherstrom. Doch wo kann man sein Auto oder den Reisebus abstellen? Im Westen beim Stadion und im Norden in der Friedhofstraße werden Parkflächen geschaffen. Doch die Diskussion geht darüber hinaus.

Immer wieder tagt eine Gruppe bestehend aus Vertretern der Stadt und Verkehrsexperten, die bespricht, wie man das alles organisieren kann. Beim EWW Stadion des FC Hertha – errichtet von der Stadt – und in der Friedhofstraße – errichtet von der Welser Betriebsansiedlungs-GmbH (WBA) – werden entsprechende Flächen geschaffen.
Mittels Shuttle-Service werden die Besucher dann zur Messe, zur Landesgartenschau oder in die Innenstadt gebracht. Die Welser Weihnachtswelt und die Agraria werden zum Test, ob dies auch alles so funktioniert wie geplant. Bis zur Landesgartenschau im Frühjahr kann es zu Adaptierungen kommen: „Der Auftrag ist ganz klar, dies auch so zu organisieren, dass es funktioniert“, gibt FP-Bürgermeister Andreas Rabl den Takt vor. Ein modernes Leitsystem soll auch kommen, damit der Besucherstrom besser gelenkt werden kann.
„Die Öffis nutzen“
„Die Stadt Wels schafft Parkplätze und organisiert Shuttle-Services für die besucherstarken Wochenenden oder Events. Aber es gilt auch das Verursacherprinzip. Sich nur über viele Besucher zu freuen, aber nichts dafür zu tun, dass diese parken können, ist zu wenig“, verweist Mobilitätsstadtrat Stefan Ganzert (SP) auf die Verantwortung von Messe und anderen Großveranstaltern sowie auch auf die Landesgartenschau: „Ich kann den Welsern nur empfehlen, auch die WelsLinien zu nutzen. Deswegen erneuere ich auch die Forderung nach einer Gratis-Nutzung an bestimmten Tagen. Generell empfehle ich auch Auswärtigen die Anreise mit Bus oder Bahn“, so Ganzert.
Bei der Volkspartei stößt dies auf offene Ohren, was den Gratis-Bus betrifft: „Die Vorweihnachtszeit ist für viele Handelsbetriebe in der Welser Innenstadt die wichtigste Zeit des Jahres. Wer mit den Öffis kommt, kann entspannt bummeln, einen Punsch genießen und muss keinen Parkplatz suchen“. FP-Bürgermeister Rabl ist jedoch auf diesem Ohr eher taub: „Wenn es nach der SPÖ geht, dann muss alles gratis sein. Das geht so nicht. Außerdem bekommen wir bei einem Gratis-Bus keine Förderung. Diese gibt es nur bei gekauften Tickets“, so Rabl.
Problem Friedhofstraße
In der Friedhofstraße wehren sich Anrainer gegen den Parkplatz, der nach der Landesgartenschau in ein Betriebsbaugebiet verwandelt werden soll. Sie verlangen eine Verkehrsberuhigung. FPÖ und Grüne sind auf den Zug aufgesprungen. 30 Kilometer pro Stunde für LKWs über 3,5 Tonnen, die Reaktivierung einer Radaranlage und einiges mehr werden gefordert. SP-Stadtrat Stefan Ganzert „möge dies prüfen“.
„Eine Mail hätte genügt, statt Presseaussendungen zu verschicken. Es gilt in Wels generell ein LKW-Fahrverbot, ausgenommen bei Ziel- und Quellverkehr. Die Reaktivierung der Radaranlage können wir sofort machen, wenn der Bürgermeister die entsprechenden Mittel freigibt. Die Forderung nach mehr Radaranlagen habe ich schon lange“, reagiert Stadtrat Ganzert.








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