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WERNSTEIN/INN. Die Welt aus der Vogelperspektive fängt Christian Wimmer in seinen Luftbildern Innviertel aus beeindruckenden Perspektiven ein. Im Tips-Interview spricht der Wernsteiner über sein Unternehmen und das Besondere an seinen Bildern und Arbeiten.

Der Schärdinger Stadtplatz wurde durch Christian Wimmer zu einem „little planet“.
  1 / 2   Der Schärdinger Stadtplatz wurde durch Christian Wimmer zu einem „little planet“.

Tips: Seit wann gibt es das Unternehmen Luftbilder Innviertel?

Christian Wimmer: Im Oktober 2015 habe ich mein Unternehmen angemeldet. Eigentlich wollte ich schon früher beginnen, aber leider mahlen die Mühlen in Wien etwas langsam. Deshalb hat die Bewilligung meines Multikopter (Drohne) bei der Austro Control (ACG) acht Monate gedauert. Ohne Bewilligung darf man aber seit 1. Jänner 2014 keine Drohne fliegen, sobald Aufnahmen damit gemacht werden und sie über 250 Gramm schwer sind.

Tips: Was ist das Besondere an den Luftaufnahmen?

Wimmer: Es entstehen neue Blickwinkel, die sonst so nur mit teuren Helikopterflügen möglich wären. Für Firmen bieten sie eine neue Möglichkeit, das Unternehmen zu präsentieren. Mit meiner Drohne komme ich auch dort hin, wo es normal nicht möglich ist.

Tips: Wie entstehen Ihre Foto- und Videoaufnahmen?

Wimmer: Am Anfang werden mit dem Kunden die Details abgeklärt. Steht nun der Termin und passen auch die Wetterverhältnisse, treffe ich mich mit dem Kunden vor Ort. Meine Gattin hilft mir tatkräftig bei den Vorbereitungen. Es muss der Start- und Landeplatz abgesperrt werden, die Drohne wird von ihr flugbereit gemacht und sonstiges Equipment wird noch für den Einsatz bereitgestellt. Hab ich die Drohne dann in die Luft gebracht, kann der Kunde am Monitor alles mitverfolgen und gegebenenfalls noch Wünsche äußern.

Tips: Was passiert, nachdem die Aufnahmen erledigt sind?

Wimmer: Ist alles im Kasten, fliege ich wieder zum Startpunkt und lande im abgesperrten Bereich. Meine Gattin kümmert sich darum, dass alles gut verstaut und sicher transportiert werden kann. Zuhause angekommen überspiele ich die Bilder auf den PC. Zum Schluss werden diese noch professionell bearbeitet oder es wird ein Video geschnitten. Ist dies erledigt, bekommt der Kunde die fertigen Dateien entweder als Download oder auf einem Datenträger.

Tips: Spannend finde ich vor allem Ihre Aufnahmen von den kleinen Weltkugeln: Wie sind Sie darauf gekommen?

Wimmer: Solche 360-Grad-Aufnahmen haben mich schon immer fasziniert. Es sind Bilder, die man normal so nicht sieht. Zwar ist der Aufwand vom ersten Bild bis zum fertigen „little planet“ mit einigen Arbeitsschritten verbunden, aber das Ergebnis ist dafür außergewöhnlich.

Tips: Sie haben den dritten Preis in der Kategorie Innovation beim Kubina-Award 2018 gewonnen: Welche Bedeutung hat das für Sie?

Wimmer: Dieser Preis hat für mich eine sehr große Bedeutung. Ich habe nicht damit gerechnet, in die engere Auswahl zu kommen. Aber als mich Frau Hasibeder von der Jungen Wirtschaft Schärding dann informierte, dass ich unter den nominierten Teilnehmern bin, war die Freude sehr groß.

Tips: Was ist das besonders Innovative an Ihrem Unternehmen?

Wimmer: Durch den Einsatz mit meiner Drohne entstehen vielseitige Möglichkeiten, ein Unternehmen zu präsentieren. Angefangen bei Fotos/Videos bis hin zu 360-Grad-Panoramen bzw. hochwertigen Touren (mehrere verknüpfte 360-Grad-Panoramen) ist alles möglich. Der Fortschritt der Technik ist nicht aufzuhalten. Dadurch entstehen immer wieder neue Einsatzmöglichkeiten. Natürlich spielt auch bei meinen Kunden der Preis eine große Rolle. Viele meinen, dass solche Aufnahmen sehr kostspielig sind. Dies muss nicht sein. Auch Qualität kann leistbar für jeden sein.

Tips: Wenn Sie an die schnelle Entwicklung der Technik denken, was glauben Sie, wo die Reise der Luftbilder Innviertel hinführen könnte?

Wimmer: Mit der zukünftigen Technik wird noch viel mehr möglich werden. Im Tourismusbereich könnte ich mir sehr gut vorstellen, dass diese virtuellen Touren noch viel interessanter werden. Egal ob am PC, Handy oder mit einer VR-Brille. Brücken und vor allem Windkraftanlagen können viel kostengünstiger inspiziert werden. Im Zuge der Digitalisierung kommen noch viele Möglichkeiten, um ein Unternehmen zu präsentieren.


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